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Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 4.10: Psst…. Geheimtipp Naxos

{loadposition abgehoben4-10}Kalimera und willkommen auf der schönen Kykladen-Insel Naxos.Katharina hat bereits mehrere der kleinen Inseln im Ägäischen Meer besucht, sie erzählt uns heute, welche ihre absolute Lieblingsinseln sind und warum.Naxos, die größte der Kykladen-Inseln, lockt mit langen weißen Sandstränden und türkisblauem Meer, welche zum Baden und Sonnen einladen, und einer sattgrünen Landschaft mit zahlreichen Wanderrouten. Am Strand laden kleine Tavernen zum gemütlichen Essen und Trinken ein.Wer „Schickimicki“ und Party, wie auf den Schwesterinseln Mykonos und Santorin, sucht, ist auf Naxos fehl am Platz. Hier lernt man eher das authentische Griechenland kennen.Natürlich lässt sich Naxos gut mit anderen Inseln kombinieren, einige deutsche Flughäfen bieten Direktflüge nach Santorin oder Mykonos, und von dort kann man mit der Fähre weiter nach Naxos fahren.Die beste Reisezeit ist Mitte Mai bis Ende Juni, allerdings sind die Wassertemperaturen hier noch recht kühl. Wer aber wandern möchte, findet ein ideales Klima vor. Ende August und September sind auch schöne Monate und im September hat das Wasser quasi Badewannen-Temperatur.Selbstverständlich sind die Sommermonate auch warm, aber die Insel ist dann voller und der Meltemi-Wind kann schon für kräftige Windböen sorgen, was für Wind- und Kite-Surfer natürlich für viel Freude sorgt.Wer es noch ursprünglicher haben möchte, dem empfiehlt Katharina eine Reise nach Amorgos. Amorgos ist ganz anders als Naxos und die anderen Kykladen-Inseln, sie ist zerklüftet und steinig, mit hohen Bergen und tiefen Schluchten. Dafür gibt es hier ein ganzes Netz an gepflasterten Wegen, welche die Dörfer seit Urzeiten miteinander verbinden. Die Einheimischen trifft man hier oft auf Maultieren unterwegs, die Touristen nutzen die Wege, die mittlerweile auch beschildert sind, als Wanderwege. Die längste und vielleicht auch schönste Wanderroute führt vom Hauptort Chora nach Ägiali. Ein absolutes Muss ist auch ein Besuch im byzantinischen Felsenkloster Panagia Chozoviotissa, es scheint förmlich an den Steilklippen zu kleben.Falls du jetzt auch Lust bekommen hast, Katharinas Lieblingsinseln zu besuchen oder einfach nur mehr Info haben möchtest, dann hilft dir Katharina und ihr Team bei „Unpauschal – aus Lust am Reisen“ bestimmt gerne weiter.Wenn du Fragen zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.Deine SimoneLinks zur Folge:Katharina GalleLinkedIn: Katharina Galle | LinkedInInstagram: https://instagram.com/unpauschal/Facebook: https://www.facebook.com/unpauschalHier findest du mehr Infos über Simone und Eyes2market:LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-roesel-95646737Hier findest du mehr Infos zu „Abgehoben - der Reisepodcast“:Facebook: https://www.facebook.com/Abgehoben-der-Reisepodcast-110289597442491Instagram: https://www.instagram.com/abgehoben_der_reisepodcastAbendstimmung Naxos bergeKatharina im wasser Traumstrand kiten strand mit Boot NaxosAmorgosview Kirche amorgosRestaurant Essen#

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 4.9: Dahab, Gras, Beduinen und ein brennender Busch

{loadposition abgehoben4-9}Auf der Sinai-Halbinsel, ca. 80 km nördlich von Scharm El-Scheich, am Golf von Akaba liegt das ehemalige Fischerdorf Dahab. Heute ist Dahab ein beliebter Urlaubsort, aber viel ruhiger als die bekannten Orte Scharm El-Scheich, Hurghada und El Gouna. Genau das macht Dahab so einzigartig und charmant. Besonders beliebt ist Dahab bei Tauchern und Surfern.

Wind- und Kitesurfer finden in einer Lagune beste Voraussetzungen und für die Taucher bietet Dahab unzählige traumhafte Tauchplätze, die man direkt vom Strand erreichen kann. Namen wie Canyon, Lighthouse und Blue Hole haben die meisten Taucher schon gehört.

Aber man muss gar kein Taucher oder Surfer sein, um die Wasserwelten in Dahab zu genießen, auch beim Schnorcheln lassen sich die farbenfrohen Korallen und bunten Fische gut beobachten.

Außerhalb des Wassers kann man Quad- oder Kamelsafaris machen, abends wird Abendessen in der Wüste von Beduinen angeboten. Zwar nicht mehr ganz so ursprünglich wie früher, trotzdem ein tolles Erlebnis und eine tolle Möglichkeit, den Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung zu beobachten.

Wer es aktiver angehen möchte, kann eine Wanderung durch die Wadis und Berge im Hinterland machen. Ganz bekannt ist die Nachtwanderung auf dem Mount Moses. Nachts um 1 Uhr fängt die Wanderung an, damit man pünktlich zum Sonnenaufgang oben ist. Danach wandert man ein bisschen runter, um das Weltkulturerbe „Katharinenkloster“ zu besuchen. Das Kloster wurde an der Stelle gebaut, wo der Überlieferung nach Moses den brennenden Busch sah, der nicht verbrannte. Noch heute kann man den Busch sehen ?. Übrigens ist auch der Sonnenuntergang wunderschön vom Mosesberg zu beobachten und auch hierzu gibt es geführte Wanderungen.

Es ist auch möglich Tagestouren zum Weltkulturerbe Petra in Jordanien zu unternehmen.

UnterkünfteIn Dahab findet man alles, von Airbnb oder einfachen Pensionen bis hin zu 4-Sterne-Plus-Hotels. Das Happy Life Village hat 4 Sterne und bietet All-inclusive an. Es ist super für Familien, die Zimmer sind sehr großzügig geschnitten und es gibt zwei Pools, einer davon mit Wasserrutschen. Für Taucher und Schnorchler bietet die Tauchbasis von Lagona Divers Touren und Ausrüstung an, natürlich ist es auch möglich Tauchen zu lernen und das Hausriff ist wirklich super. Weitere tolle Riffe erreicht man mit dem Jeep innerhalb von 5-10 Minuten, nach Blue Hole und Canyon sind es ungefähr eine halbe Stunde mit dem Jeep.

Ein weiteres 4-Sterne-Hotel ist das Tropitel Dahab Oasis. Es liegt direkt am weltberühmten Tauchspot Blue Hole. Auch hier befindet sich eine Tauchbasis von Lagona Divers.

Für Surfer liegen die Hotels Swiss-In Dahab und Tirana Dahab Resort ideal in der Nähe der Lagune.

Und dann gibt es noch das Le Meridien, ein 4-Sterne-Superior-Hotel.

Die meisten Hotels bieten All-inclusive an und das ist auch empfehlenswert. Christians Tipp für alle ist es, trotzdem auch ein paar Mal abends an der Promenade essen zu gehen. Am besten fragt man einfach in der Tauchbasis oder Surfschule, welche Restaurants sie empfehlen würden. Und laut Christian ist das Restaurant „Sharks“ seit Jahren ein Geheimtipp.

Wenn du Fragen zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

Links zur Folge:

Lagona Divers

Happy Life Village

Tropitel Dahab Oasis

Swiss-In Dahab

Tirana Dahab Resort

Le Meridien Dahab Swiss In Dahab Swiss In Dahab 2happy life Dahab unterwasserDahab Francoissmeets Dahab3

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.8: Südtirol - Bergabenteuer und Warmherzigkeit

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Heute begeben wir uns auf eine Reise ohne Flugzeug. Ganz bequem fahren mit dem Auto in die wunderschöne Region Südtirol. Christoph Günther, welcher schon einmal bei uns zu Gast war, begleitet uns von Oberammergau nach Meran mit dem Fahrrad. Auf unserer Berg- und Talfahrt durch die Alpenregion erfahrt ihr alles über leckeres Essen, guten Wein und Freizeitaktivitäten in der Natur.

Südtirol ist nicht Italien

Direkt hinter der österreichischen Grenze und dem Brennerpass befindet sich die autonome Provinz Südtirol. Berühmt ist diese für Städte wie Meran und Bozen, aber auch für das UNESCO-Weltnaturerbe - die Dolomiten, eine Gebirgsgruppe südlich der Alpen. Trotz der Staatszugehörigkeit zu Italien sieht sich Südtirol eher unabhängig, jedoch sind die mediterranen Einflüsse stark bemerkbar. Eine der bekanntesten Städte der Region ist die Stadt Meran, welche wohl eine der sonnenreichsten Städte Italiens ist.

Aktivitäten

Südtirol bietet die beste Voraussetzung für Wander- oder Fahrradurlaube. Die Region ist durchzogen von Pässen und Radrouten, welche Abseits der Hauptverkehrsstraßen entlang der Flüsse und Bäche verlaufen. Meist oberhalb der Berge, was für spektakuläre Ausblicke sorgt. Zum Auftanken von Kraft oder E-Bike gibt es überall Radtankstellen verteilt, an denen es sich lohnt eine Pause einzulegen. Südtirol ist außerdem ein beliebtes Ziel zum Klettern. Auch der ambitionierte Bergsteiger kommt hier auf seine Kosten. Die Bergregionen bieten einen perfekten Ort für Tagestouren und für einen Stopp empfiehlt sich ein Mittagessen in einer der zahlreichen Almhütten, sowohl im Sommer als auch im Winter.

Sobald es für das Radfahren und Wandern jedoch zu kalt wird, bietet Südtirol auch die Möglichkeit zum Skifahren. Christoph empfiehlt vorher unbedingt die Wetterlage zu checken!

Golf und Unterkünfte

Als Golfdestination würde man Südtirol wohl wahrlich nicht bezeichnen, jedoch steigt die Anzahl der Golfplätze in der Region. Nahe der wunderschönen Stadt Lana befindet sich ein 9-Loch-Parcour. Während des Spiels genießt der Golfer einen Blick auf das weite Etschtal und befindet sich inmitten der lokalen Obst- und Weinplantagen. In der Nähe von Bozen kann man einen ganz besonderen Golfplatz erleben. Entworfen von dem Stararchitekten Thomas C. Himmel, wurden hier die landschaftlichen Gegebenheiten einbezogen und ein einmaliges Naturlandschaftsbild geschaffen.

Nicht nur Golf bietet Reisenden in Südtirol ganz neue Naturerlebnisse, auch viele Luxushotels haben sich dem Naturbaustil verschrieben. Das Thema Digital Detox steht oft im Vordergrund. Einfach das Handy abgeben und den Kopf abschalten! Wer abenteuerlicher unterwegs sein möchte, kann es wie Christoph machen und einfach spontan nach Unterkünften schauen. Vielleicht findet auch ihr eine nette Familie, die euch aufnimmt!

Essen und Weine

Südtirol ist bekannt für leckeres Essen und gute Weine. Das Geheimnis steckt hinter der Saisonalität der Produkte. In den Küchen wird meist das verkocht, was die Natur zur Jahreszeit gerade bietet. So kann man zum Beispiel ab September Steinpilze und Kastanien genießen. Ebenfalls im Herbst kurz vor dem Beenden der Weinrebenernte beginnt in Südtirol die Törggelezeit. Es ist ein Brauch der Südtiroler, bei dem Wanderungen durch Weingärten und Kastanienhaine unternommen werden und jedes Gläschen Wein hilft die alten Weinfässer der Weinbauern für den neuen Wein leer zu bekommen. Einer der wohl bekanntesten Weine der Region ist der sogenannte Gewürztraminer, welcher seinen Ursprung in der Südtiroler Ortschaft Tramin hat.

Tipps von Christoph

Ich hoffe, ihr findet es genauso inspirierend wie ich.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, meldet euch gerne bei uns.

Bis zum nächsten Mal.

Eure Simone

 

Christoph Passo Gavia StraßenBluemonsterGC BluemonsterGC1Christoph golf

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.7 - 7641 Inseln - das sind die Philippinen

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Im westlichen Pazifischen Ozean liegen über 7600 Inseln, die zusammen als Republik der Philippinen bekannt sind. Die Philippinen liegen zwar im Südostpazifik, besitzen jedoch durch ihre lange Geschichte viele europäische Einflüsse. Die Amtssprachen sind Spanisch und Englisch und es herrscht eine christliche Mehrheit, auch in der Architektur hat die spanische Kolonisation ihre Spuren hinterlassen. Unser heutiger Gast Natalie ist sowohl beruflich als auch privat eng mit dem Land verbunden und gibt uns heute ein paar Must-sees der Inseln.

Manila – Hauptstadt und Shoppingmetropole

Bei der Anreise auf den Philippinen landet man meist in der Hauptstadt Manila, von der man seine Reise über die Inseln beginnen kann. Manila liegt auf der Hauptinsel Luzon der Philippinen und die Region umfasst ca. 12 Millionen Einwohner, wobei 2 Millionen in der Stadt selbst wohnen. Die Metropole ist bekannt für seine Shoppingstraßen und Malls, die sehr gut mit Großstädten aus umliegenden Ländern wie Singapur oder Jakarta mithalten können. Die Stadt ist laut und lebendig und für Touristen ein Paradies.

Erlebnisse für Asieneinsteiger – Die Visayas

Mit einem kurzen Flug von Manila nach Cebu erreicht man die Inselgruppe Visayas. Sie sind berühmt für Ihre Unterwasserwelten, Strände und zahlreichen Wasserfälle. Die Inseln sind berühmt für ihre zahlreichen Aktivitäten, bei denen jeder Reisende auf seine Kosten kommt. Von Riesenschildkröten bis Thresher Sharks bei einem Tauchgang von den Inseln aus, egal ob beim Schnorcheln, als Tauchanfänger oder erfahrener Taucher, für alle gibt es etwas zu sehen. Wer weniger für das Wasser ist, sondern die Natur an Land genießen möchte, kann die umliegende Berglandschaft für eine ausgiebige Wanderung nutzen und sich dabei von den Wasserfällen faszinieren lassen.

Einfacher, ursprünglicher, philippinischer

Palawan, eine Insel westlich der Visayas, ist umgeben von fast 1500 kleineren Inseln, die die Region Palawan bilden. Auf diesen Inseln verläuft die Zeit noch anders. Von der Großstadthektik ist hier wenig zu spüren, auch der Tourismus hat diese Region der Philippinen nicht komplett überrannt. Die nördliche Stadt El Nido eignet sich hierbei perfekt für einen Startpunkt zum Inselhopping. Das geht wunderbar mit den örtlichen Fähren oder ganz einfach per Tricycle. Die Stadt bietet jedoch auch ein erlebnisreiches Nachtleben für die Nachteulen unter den Touristen.

Nathalies Geheimtipp auf Palawan ist Port Barton. Diese kleine Ortschaft steckt noch in ihrem Ursprung, was Touristen eine hautnahe Erfahrung mit der philippinischen Kultur bietet. Auch von hier aus kann man Inselhopping Touren starten, die sind oft preis günstiger als in anderen Regionen.

Geheimtipp Luzon

Wer einmal in seinem Leben das absolute „Asiengefühl“ verspüren möchte, für den lohnt sich ein Abstecher in den Norden von Luzon. Diese Insel bietet einen absoluten Hingucker mit seinen Reisplantagen die Stufenartig an den Bergen liegen. Auch die Kultur ist sehr ursprünglich, so ist es keine Seltenheit einem Schamanen zu begegnen und wer hautnah dabei sein möchte, kann sogar in einem typischen philippinischen Stelzenhaus übernachten.

Reise mit einem Lächeln!

Die Philippinen zeichnen sich nicht nur durch die atemberaubende Naturkullisse aus, sondern auch durch die Gastfreundschaft der Einwohner. Wenn man mit einem Lächeln reist, bekommt man ein Lächeln zurück. Die Einheimischen sind nicht nur unheimlich freundlich, sondern sehr hilfsbereit. Die Amtssprache Englisch macht es daher einfach bei Fragen sich direkt an sie zu wenden.

Welch abenteuerliche Geschichten ich auf den Philippinen erlebt habe und welche weiteren Insider Nathalie für euch hat, erfahrt ihr im Podcast.

Viel Spaß!

Eure Simone

Nathalie Nathalie2Boot Palmenbeach Schildkröte

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.6: Papua-Neuguinea – Ritual der Krokodilmänner

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Papua-Neuguinea ist der flächenmäßig drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik nördlich von Australien, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfasst den Osten der Insel Neuguinea sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Am schnellsten kommt ihr nach Papua-Neuguinea über Singapur, Hongkong oder Tokio. Der Flug von dort direkt nach Port Moresby mit der nationalen Fluglinie Air Niugini dauert ca. 6 - 6,5 Stunden.

Da die Insel bergig ist, mit wenig Straßen und vielen vorgelagerten Inseln, ist das beste Transportmittel das Flugzeug. Fähren gibt es auch, aber diese sind nicht so zuverlässig, wie wir es gewohnt sind.

Angekommen in Port Moresby, könnt ihr eine Nacht hier bleiben, um die Hauptstadt von Papua-Neuguinea kennenzulernen. Und vielleicht habt ihr noch Zeit das National Museeum zu besuchen, um euch mit der Kultur und den Traditionen vertraut zu machen.

Der nächste Stopp ist in der Region des östlichen Hochlandes, über 1.600 Meter hoch, Goroka, mit den Kaffee- und Teeplantagen. Hier ist es tropisch warm, nachts etwas kühler, eine Heizdecke könnte sehr nützlich sein und wird in den Unterkünften angeboten. Hier könnt ihr Wanderungen zu den Wasserfällen oder dem höchsten Berg von Papua-Neuguinea Mount Wilhelm mit 4.509 Metern, der nach einem Sohn von Otto Fürst von Bismarck genannt wurde, unternehmen. Die unzähligen Orchideen und rund 40 Paradiesvogel-Arten, das Wappentier von Papua-Neuguinea, lassen sich hier bewundern. Unterwegs erlebt ihr die verschiedenen Stämme Papua-Neuguineas, wie z. B. Asaro Mudmen, die für ihre Lehmmasken bekannt sind.

Auf Papua-Neuguinea leben ca. 700 bis 1000 Stämme mit jeweils eigener Sprache und Kultur.  Letztere spiegelt sich optisch unverkennbar in den Körperbemalungen und -schmuck oder der Kleidung. Am längsten Fluss von Papua-Neuguinea Sepik ist z.B. der auffällige Stamm der Krokodilmänner zu finden. Nebst der Krokodiljagd im Sumpf führen die Dorfbewohner eine dreiwöchige Zeremonie durch, bei welcher jungen Männern als Zeichen des Eintritts in die Erwachsenenwelt ein schuppenähnliches Muster in die Haut eingeschnitten wird. Die Vernarbung soll später wie eine Krokodilhaut aussehen. 

Unmöglich kann man während einer Reise alle Clans besuchen. Aber regelmäßig werden überregionale Festivals und Shows veranstaltet, zu denen häufig Tausende Teilnehmer aus zahlreichen Clans der näheren und weiteren Umgebung zusammenkommen, um gemeinsam zu tanzen. Ein absolutes Must-see!

Wir fahren die Küste entlang, an der nördlichen Provinz Madang. Die gleichnamige Hautstadt gehörte einmal zum deutschen Kolonialgebiet. Damals allerdings noch unter dem Namen Friedrich-Wilhelm-Hafen. Skurriles Überbleibsel aus dieser Zeit sind die gelb-rot bemalten Maggi-Gewürz-Häuser.

Für die Insel Neubritannien solltet ihr auch ein paar Tage einplanen. Hier stößt man in den Orten Rabaul und Kokopo ebenfalls auf deutsche Einflüsse und so findet man dort u.a. einen deutschen Friedhof. Besonders spannend sind aber die aktiven Vulkane in der Region, zu denen auch Wandertouren von mehreren Stunden oder Tagen angeboten werden. Außerdem erlebt ihr das Paradies mit türkisem Wasser und schwarzen Sandstränden zum Baden. Im Mittelpunkt stehen aber mehr das Tauchen und Schnorcheln in Papua-Neuguinea. Die bunte Artenvielfalt, Korallen, kleine und große Meerestiere, Seepferdchen sind nur wenige Highlights. Wer auf weiße Strände aus ist, dem empfiehlt sich ein Besuch das Lissenung Island Resort.

Wir reisen weiter zu den ursprünglichen Trobriand-Inseln, in denen die Einheimischen nochmal mehr ursprünglich Leben, eine Empfehlung für die Folgereise. Die Inseln sind geprägt von Regenwald, Korallenriffen und Höhlen. Hier bekommen Sie faszinierende Einblicke in die indigene Gesellschaft und alte Glaubenssysteme. Es gibt nur wenige Flugverbindungen und es dominieren einfache Gästehäuser. Generell gibt es in der Destination nur wenige Luxusresorts in Port Moresby, ansonsten begeistern die Unterkünfte über die Lage, z.B. im Dschungel oder Dorf.

Auf der Insel Neuirland könnt ihr die besonderen Malanggan-Schnitzereien bewundern. Diese unterscheiden sich sehr von den Schnitzereien Papua-Neuguineas. In unregelmäßigen Abständen finden große Malanggan-Zeremonien statt, die nach monatelangen oder auch jahrelangen Vorbereitungen abgehalten werden und mehrere Tage lang andauern können. Die Schnitzereien oder auch andere Handwerkskünste sind immer ein schönes Urlaubsmitbringsel.

Meikes Empfehlung ist es auf jeden Fall offen in den Austausch mit den Einheimischen zu kommen. Die Einheimischen mögen zunächst schüchtern wirken, sind aber alle freundlich und teilen gerne die eine oder andere skurrile Geschichte.

Preislich liegt eine Reise nach Papua-Neuguinea im oberen Segment. Da sollte man bei einer 14-tägigen Individualreise, während der verschiedene Regionen und ein Festival besucht wird, mit ca. 8.000 bis 10.000 EUR rechnen. Holt euch gerne genauere Informationen bei Meike (Pacific Travel House) ein.

Ich hoffe ihr habt nun genauso viel Fernweh wie ich.

Viel Spaß beim Reinhören!

Eure Simone

 

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Fotos: David Kirkland

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.5: La Réunion– Baumgroße Christsterne im Vulkan-Paradies

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Mitten im Indischen Ozean schießt ein grüner Edelstein aus dem Meer und streckt seine Gipfel in Richtung Himmel. Die Insel heißt La Réunion und ihre Gipfel sind tatsächlich der höchste Punkt im Indischen Ozean. La Réunion ist ein eindrucksvolles Reiseziel, so abgelegen und exotisch, und dann bietet sie doch einen Hauch von Europa.

Anreise nach La RéunionDer Flug nach La Réunion ist die längste Inlandsflugstrecke der Welt. Air Austral bietet in Codeshare mit Air France Flüge ab vielen deutschen Flughäfen an und auch Air France fliegt die Strecke ab Paris-Orly. Wer La Réunion mit Mauritius kombinieren möchte, kann auch mit Air Mauritius ab Paris fliegen.

Ein Stück Frankreich im Indischen OzeanViele kennen La Réunion gar nicht, sondern eher die nur 130 km entfernt liegende Insel Mauritius. Das ist schade, denn La Réunion ist ein vielfältiges Tropenparadies.  Einige nennen es auch „Frankreichs geheime Hawaii“.  Und so falsch ist der Vergleich gar nicht. Perfekte Wellen machen einige Teile der Insel zu einem Paradies für Wellenreiter und in den grünen Bergen liegt einer der aktivsten Vulkane der Welt.

Bunte BevölkerungDie Bevölkerung besteht aus einer Mischung von Franzosen, Indern und Afrikanern, hauptsächlich aus Madagaskar. Die Amtssprache ist Französisch, während die Einheimischen Kreolisch sprechen. Auch das Essen zeigt einen Mix aus den verschiedenen Kulturen, die hier zusammentreffen. Obwohl man dem afrikanischen Kontinent näher ist als Europa, spürt mach doch dessen Einflüsse. Die Währung ist Euro, das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Und doch ist es so anders, schön und unerwartet, und man kann kaum anders, als sich von dieser Landschaft und den Menschen verführen zu lassen. Trotz der begrenzten Größe der Insel gibt es immer noch neue Orte zu entdecken, Landschaften, die sich endlos abwechseln, Düfte, Geschmäcker und Klänge, die verzaubern.

Man kann nicht anders, als sich in diese Insel zu verlieben.

UnterkünfteAuf La Réunion findet man die ganze Bandbreite, was Unterkünfte betrifft. Schöne Hotels am Strand oder in der Stadt, kleine Pensionen und Gasthäuser. Für jeden ist was dabei. Die Webseite des Fremdenverkehrsamtes ist sehr hilfreich. Das schönste Beach-Resort ist das LUX Saint Gilles.

AktivitätenEgal ob man den Urlaub aktiv verbringen möchte oder eher etwas ruhiger, man findet immer Möglichkeiten. Es wird viel Wassersport angeboten, Wellenreiten, Tauchen, Surfen, Segeln, für Abenteurer ist Canyoning oder ein Flug mit dem Gleitschirm vielleicht eher was. Es gibt unzählige Wanderrouten, über die man die Insel entdecken kann. Und wer nicht so gut zu Fuß ist, kann mit dem Auto auch fast jede Ecke erreichen. Eine Ausnahme gibt es allerdings, den Talkessel Mafate erreicht man nur zu Fuß oder mit einem Hubschrauber.

Apropos Hubschrauber – dazu habe ich eine ganz besondere Geschichte. Aber um sie zu erfahren und wieso Manuel sich in La Réunion verliebt hat, hört in den Podcast mal rein.

Viel Spaß!

Eure Simone

 

Freitag IRT Max Coquard Bestjobers 12 2022   Mittwoch1 Frog974 12 2022Gästehaus Bois de Couleur IRT Studio Lumiere 12 2023

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.2: Syros – der Nabel Griechenlands

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Heute haben wir wieder mit Kiki Baron gesprochen. Dieses Mal aber nicht über eine Ferndestination, sondern über die kleine Kykladeninsel Syros. Syros kann man sehr gut mit einer Städtereise nach Athen verbinden.

Obwohl Syros ganz klein und nicht so berühmt wie Santorini und Mykonos ist, ist sie die Hauptinsel der Kykladen. Die Hauptstadt heißt Ermoupoli.

Die Anreise Es gibt zwar einen Flughafen auf Syros und Flüge via Athen, aber Kiki empfiehlt Flug nach Athen, dann mit dem Bus oder Taxi nach Piräus und von dort mit einer Fähre nach Syros. Es gibt eine normale Fähre, die Überfahrt dauert ca. 4:30 Stunden, und eine Schnellfähre, die Überfahrt dauert ca. 2:15 Stunden.

Die Insel „Syros ist etwa der Nabel von Griechenland, die Hauptstadt der Eleganz und Noblesse. Keiner könnte sich vorstellen, eine solche Welt auf einem kahlen Felsen inmitten der Ägäis zu finden“, schrieb der französische Schriftsteller Theophile Gautier vor gut 150 Jahren. 

Und Kiki gibt ihm Recht. In der Hauptstadt Ermoupoli findet man kleine Paläste und marmorbeschlagene Straßen.  Eins der Paläste ist das Rathaus, der neoklassizistische Bau wurde 1876 von Ernst Ziller, einem gebürtigen Sachsen, entworfen. 

Syros unterscheidet sich sehr von den bekannten Schwesterinseln Mykonos und Santorini. Wer nach weißen Häusern mit blauen Dächern sucht, sucht vergebens. Die Häuser sind fast alle in zarten Pastelltönen gehalten. Auch die zahlreichen Souvenirläden, wie man sie auf Santorini findet, sucht man vergebens. Stattdessen gibt es einen kleinen Laden, der Käse, Wein, Glaskunst, Keramik usw., welche direkt auf der Insel hergestellt werden, verkauft. 

Außerhalb von Ermoupoli ist die Insel eher hügelig, mit vielen kleinen Badebuchten, einige mit kleinen Tavernen am Strand. 

RestaurantsÜberall auf der Insel findet man kleine Restaurants mit richtig toller Küche und das Preisleistungsverhältnis ist wirklich sehr gut. Kiki empfiehlt sehr auch mal die griechischen Weine zu probieren.

 

HotelsEs gibt viele kleine Boutique-Hotels auf Syros, selten haben die Hotels mehr als 15-20 Zimmer.

 

Kiki hat in einem kleinen Boutique-Hotel Pino Di Loto oberhalb des Dorfes Kini gewohnt.

Die beste ReisezeitVon Mai bis Oktober. Im Frühjahr ist die Insel schon grün, im Oktober eher kahler, wobei die Bougainville noch für Farbtupfer sorgen.

 

Im Juli und August machen viele Griechen, besonders aus Athen, auf der Insel Urlaub.

Die Wassertemperatur im September und Oktober ist über 20 Grad.

Kiki´s EmpfehlungEine Bootstour mit Syros Adventures, um die Insel und ganz besonders die vielen kleinen Buchten zu entdecken.

 

Ein paar Worte zu AthenSyros lässt sich gut mit einem bis zwei Tagen in Athen kombinieren.

Auch hier empfiehlt Kiki die Monate September/Oktober, weil die Temperaturen angenehmer sind.

Was man in Athen anschauen kann, wissen die meisten bestimmt schon, aber es gibt auch viele Galerien und kleine Boutiquen, die man besuchen kann. Und vor allem ganz viele tolle Restaurants und Bars.

 

Kiki empfiehlt eine geführte Wanderung durch Athen, um auch die nicht so bekannten Stadtteile kennenzulernen.

 

Kiki sagt, dass Athen auf jeden Fall auf die Liste der Städtetrip-Ziele gehöre.

 

Wenn du noch Fragen, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

 

Deine Simone

 SoMeermoupoliFreitag SoMeMopedSoMeBucht SoMePoolSoMeStraße SoMeMarktSoMeKapelle SoMe Emopouli

 

Abgehoben - der Reisepodcast - Kolumbien- Trinkschokolade mit Käse 3.1

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Anna von Guatavita de Colombia, bekannt aus der Höhle der Löwen für seinen 100% Bio-Vollrohrzucker aus Fairtrade-Herstellung in Kolumbien, nimmt uns auf eine Reise in die Heimat ihrer Familie in die Region Huila. Die Mutter von Anna ist in San Augustin, Huila, inmitten der kolumbianischen Anden, aufgewachsen, auf einer Finca, wo ihr Opa Zuckerrohr anbaute, das dann zu Panela verarbeitet wurde.

Anreise nach Huila Huila liegt im Nordwesten Kolumbiens und ist aus Deutschland am einfachsten per Flugzeug über Bogota zu erreichen. Eine Reise zum Departamento Huila lässt sich wunderbar mit einem Aufenthalt in der modernen und urbanen Stadt Bogota kombinieren. Mindestens einmal täglich gibt es Flüge in die Departamento-Hauptstadt Neiva. In Huila erlebt man ein Kontrastprogramm, denn die Region ist wesentlich ursprünglicher und ländlich. Sie besticht durch satte grüne Farben, ganzjährig warmes Klima und eine von Anna als magisch beschriebene Stimmung.

Must Sees Im Departamento Huila befinden sich zwei der bekanntesten präkolonialen Ziele Kolumbiens:  Die tief in den Anden versteckt liegende Region um Tierradentro und deren für Südamerika einzigartige Grabmalereien, als auch die Region um San Agustin, in der über dreihundert bis zu 7 Meter große megalithische Statuen als hinterlassene Zeitzeugen eindrucksvoll von einer jahrtausendealten Hochkultur erzählen, die bis heute Rätsel aufgibt. Beides zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Kaum weniger beeindruckend ist der nahe San Agustin liegende 400m hohe Wasserfall Salto de Bordones als spektakulärer Ausdruck des "Wasserwerks" Huila, in dessen Bergmassiven u.a. die Quelle des mächtigen Río Magdalena liegt, welcher sich über 1.600 km durch Kolumbien schlängelt. Den fruchtbaren Ebenen und den wasserreichen Bergen der Regionen um San Agustin und Tierradentro mit ihrem geheimnisvollen Erbe steht die mystische Kargheit der Tatacoa-Wüste gegenüber.

Spezialitäten Kolumbiens Huila ist außerdem bekannt für seinen hervorragenden Kaffee. Das Hochland der kolumbianischen Anden und die umliegenden Gebiete bieten durch ihre hohe Lage die besten Wachstumsbedingungen für das Heranreifen der Kaffeekirschen. Es wird fast ausschließlich die Arabica-Bohne angebaut, oft in Excelso-Qualität. Der Huila-Kaffee zeichnet sich durch seinen besonders milden Geschmack und seine Säure-Armut aus. Neben Kaffee gibt es in der Region auch Kakao- und Panela-Plantagen, welche Reisende Besuchen können, um die jeweiligen Anbau- und Herstellungsprozesse kennenzulernen. Eine besondere Spezialität Kolumbiens sollte dabei auf jeden Fall probiert werden, eine heiße Schokolade mit Käse (Chocolate y Queso). Der Käse ist mild und weich, sodass er am Boden der Tasse schmilzt und während des Trinkens ausgelöffelt werden kann.

 

Mystik und Skurrilitäten „Wer es mystisch und esoterisch mag, sollte sich das Dorf La Jagua ansehen,“ erzählt uns Anna. Es ist bekannt unter Künstlern sowie Aussteigern. Hier kann man schöne Souvenirs, wie geflochtene Hüte, Taschen und Armbänder, ergattern. 

„Besonders skurrile Begegnungen kann man in Huila mit Naturreligionen haben,“ berichtet Anna. Rund 90% der Bevölkerung Kolumbiens sind Christen, meist Katholiken, aber ein kleiner Teil der Bevölkerung bekennt sich zu sogenannten Naturreligionen. So ist es nicht unüblich in Kolumbien einem Schamanen zu begegnen.

Farbenfrohes Tanzfest Ein besonderes Ereignis, das einen Besuch wert ist, sei die Fiesta de San Juan y San Pedro, berichtet Anna. Obwohl das Hauptfest der Geburtstage von San Pedro und San Juan in der Mitte des Jahres in Neiva stattfindet, praktiziert jede Gemeinde im Bundesland Huila ihre eigene Version dieser Feierlichkeit. Bei diesen Feierlichkeiten treten vor allem Tanztruppen in farbenfrohen Kleidern auf.

Wissenswertes für die Reiseplanung „Um Huila zu bereisen, kann man sich einen Mietwagen nehmen,“ erzählt uns Anna. Wer kein Spanisch spricht oder aber noch nie in Lateinamerika gereist ist, dem empfiehlt sie eine organisierte Rundreise mit Fahrer. Wer eine passende Unterkunft sucht, hat die Qual der Wahl. Von internationalen Hotelketten über Boutique-Hotels und Gästehäuser ist alles geboten.

Ansonsten sollte man auf jeden Fall gute Schuhe für die Wanderungen durch die Täler, Farmen oder Ausgrabungsstätten mitbringen. Flipflops sind aber mindestens genauso wichtig für den Besuch am Strand. Annas Strandempfehlung wäre die Playa Blanca Baru in der Nähe von Cartagena. Liegt zwar nicht mehr in ihrer Heimatregion, sei aber ein wunderschöner Bilderbuch-Karibikstrand. 

Wenn du noch Fragen, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

Gewinnspiel: Heute könnt ihr was gewinnen, alle Infos zum Gewinnspiel findet ihr in den Blognotes und auf Facebook und Instagram.

 

anna    Figuren

Kaffee    Huila

Folge 2.5: Gorillas, Bananenbier, Kuhtanz und Kaffee

Ruanda ist das Land der tausend Hügel: Neblige Regenwälder im Hochland sind die Rückzugsstätten der letzten freilebenden Berggorillas. Aber nicht nur Gorillas, sondern auch die beeindruckende Kultur und bewegende Geschichte des Landes ziehen Besucher in ihren Bann.

Nützliches für die Reiseplanung

Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es keinen direkten Flug nach Ruanda. Einreisen nach Ruanda können über Direktflüge von den europäischen Flughäfen Brüssel und Amsterdam nach Kigali – in etwa 8 Stunden erfolgen. Der internationale Flughafen liegt nahe Kigali, rund 5 km von der Hauptstadt des Landes entfernt.

Für ihre Reise nach Ruanda benötigen deutsche Staatsangehörige nur einen mindestens sechs Monate über den Reisezeitraum hinaus gültigen Reisepass. Bei Einreise wird am Flughafen ein 30-Tage-Visum ausgestellt.

Das Land liegt in der Zeitzone UTC+2 – zu unserer Sommerzeit gibt es daher keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Ruanda, zur Winterzeit lediglich eine Stunde. Amtssprache in Ruanda ist die Bantusprache Kinyarwanda. Man kann sich jedoch in Englisch oder Französisch verständigen – denn auch diese zwei Sprachen zählen zu den offiziellen Sprachen. 

Bei Reisen nach Ruanda finden Urlauber trotz der Nähe zum Äquator ein mildes Klima vor: Die Temperaturen variieren übers Jahr kaum, sind jedoch natürlich abhängig von der Höhenlage. Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen angenehmen 25 °C und 27 °C. In der Nacht kann es bis auf 14 °C abkühlen. Das Klima wird in Ruanda von den beiden ostafrikanischen Regenzeiten geprägt – von September bis Dezember (umuhindo) und von Februar bis Juni (itumba) bringen ergiebige Regengüsse die Savanne zum Blühen und die Nil-Kongo-Wasserscheide zum Tosen. In den Monaten zwischen März und Mai fallen in Ruanda ca. 40 % der jährlichen Niederschläge.

Sicherheit und Sauberkeit sind an der Tagesordnung

Ruanda ist ganz anders als man sich ein afrikanisches Land vielleicht vorstellt. Manch einer mag zunächst einen Kulturschock erleben: Statt lautem Trubel herrscht in Ruanda Ordnung und Sauberkeit. Selbst Plastiktüten sind verboten, einmal im Monat treffen sich die Bürger von Ruanda zum „Umuganda“, dem offiziellen Aufräumtag.

„Die Straßen sind gut ausgebaut und sauber, man kann das Land mit dem Mietwagen oder Bussen erkunden,“ sagt Charlotte, selbst als alleinreisende Frau habe sie sich sicher gefühlt.

Die Hauptstadt Kigali, mehr als Museen

Kigali ist nicht nur die Hauptstadt Ruandas, sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. „Man sollte sich ruhig Zeit lassen, um die Stadt kennenzulernen,“ empfiehlt Charlotte, denn sie hat weit mehr zu bieten als nur ein paar Museen, darunter natürlich das Genocide Memorial, welches dem brutalen Völkermord von 1994 ein Denkmal setzt. Die Regierung hat viel zur Versöhnung und Aufarbeitung beigetragen.

„Kigali ist generell interessant für Handwerks-, Kunst und Kultur begeisterte,“ berichtet Charlotte und empfiehlt einen Besuch im Inema Art Center. Allein das Grundstück, auf dem die Galerie steht, ist schon selbst ein Stück Kunst: Skulpturen, Bilder und Installationen bilden sozusagen die Wegweiser zu den Ausstellungsräumen und dem Atelier. Neben Kunst gibt es hier regelmäßig Livemusik, Yoga- Stunden und Tanzaufführungen.

Wer sich für Tanz interessiert, der sollte in der Casa Keza vorbeischauen, um die traditionellen Bewegungen kennenzulernen. Es handelt sich hier um ein spanisches Lokal, welches Tapas serviert, in dem aber auch Tanzstunden stattfinden. Wer modernere Tänze vorzieht ist im Impact Hub gut aufgehoben. In dem Gebäude sind mehrere Startups ansässig und auf dem Dach befindet sich ein Café, welches Tanzkurse anbietet. Wer handwerklich begeistert ist, der sollte in die Werkstatt von Aziz Imigongo herstellen. Es handelt sich hierbei um eine Kunst, welche aus Kuhfladen hergestellt wird, es werden geometrische Muster geschaffen, die in bunten Farben bemalt werden.

Flechten aus Gräsern ist eine weitere, vermutlich Charlottes wärmste Empfehlung. Dieses Kunsthandwerk kann man sich im National Women´s Center in Nyamirambo zeigen lassen. 

Frauen unterstützen sich gegenseitig

Nyamirambo ist ein Stadtteil im Südosten von Kigali. Hier sind die Ladenfronten farbenfroh und voller Graffitis. Das Stadtbild wird von wuseliger Betriebsamkeit geprägt. Mittendrin findet man das National Women´s Center. Die heutige Präsidentin des Women´s Centers, Marie Aimée Umugeni, hat das Sozialprojekt zusammen mit anderen Frauen vor knapp zehn Jahren gegründet. Um den Frauen im Viertel eine neue Perspektive zu geben. Frauen unterschiedlichen Alters, die sich nur von der Straße kannten, sind zusammengerückt. Aus den Treffen ist die Idee für einen gemeinsamen Ort zum Arbeiten und Geld verdienen entstanden. Geld für das Projekt kommt aus dem Verkauf der Handwerksprodukte, aus Spenden und ausländischen Fördergeldern – und seit einigen Jahren auch aus dem Tourismus. Besucher aus aller Welt zahlen für die Führungen, Koch – und Handwerkskurse.

Des Weiteren ist auch der Kimidonko-Markt einen Besuch wert. Hier findet man von Lebensmittel über Stoffe bis Handwerkskunst alles, was das Herz begehrt.

Wer vor lauter Eindrücken jetzt hungrig geworden ist, für den hat Charlotte auch einige kulinarische Tipps.

Kulinarische Empfehlungen

Gerade in der Hautstadt Kigali findet man viele Restaurants, die Speisen aus aller Welt anbieten. Wieder in dem Viertel Nyamirambo befindet sich das Outdoor Lokal Green Corner, welches den besten Fisch servieren soll. Wer ein traditionell afrikanisches Buffet probieren möchte, dem empfiehlt Charlotte African Bite. In der Women’s Bakery kann man besonders gute Backwaren probieren und die heimischen Frauen mit seinem Kauf unterstützen. Wer selbst lernen möchte, wie man traditionell afrikanisch kocht, der kann dies im Kochkurs von Aminatha im Women’s Center tun.

Doch das Land der tausend Hügel ist vor allem als ein Naturparadies mit vielen seltenen und teils endemischen Tieren und Pflanzen bekannt.

Big Five und viele weitere Tiere

Zu den weiteren Höhepunkten zählen Wanderungen und Safaris durch die Nationalparks. Ca. drei Stunden Fahrzeit von der Hauptstadt Kigali gelegen, befindet sich der Akagera Nationalpark im östlichen Teil Ruandas an der Grenze zu Tansania. Sein Name stammt vom Akagera Fluss, der entlang der östlichen Grenze fließt, im gesamten Nationalpark ein labyrinthartiges Netz aus Seen geformt hat und sich in den imposanten Rusumo-Wasserfällen ergießt. In diesem Nationalpark können Urlauber bei entspannten Safaris die Big Five - Nashorn, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel - beobachten. Der Park wird von African Parks gemanaged und gilt heute als ein Vorbild für Naturschutz in Afrika.

Durch den Park ziehen außerdem kleine Herden von Impalas und Steppenzebras. An Gewässern sind Krokodile, Flusspferde, die scheuen Wasserböcke und seltenen Sitatunga-Antilopen zu entdecken. Elenantilopen, Topis, Buschducker, Riedböcke, Pferdeantilopen, Warzenschweine, Anubis-Paviane, Typfelhyänen, Streifenschakale sowie Giraffen können auf den Touren bestaunt werden. Darüber hinaus ist das Gebiet Lebensraum für über 500 Vogelarten, die gut während einer Bootsfahrt beobachtet werden können.

Luftige Höhen & Schimpansen-Trekking

Der urwüchsige Bergnebelwald im Nyungwe-Nationalpark im Süden Ruandas gilt als der größte zusammenhängende Wald dieser Art in Ost- und Zentralafrika. Dort leben über 1.000 Pflanzen- und Tierarten. Schimpansen, Goldmeerkatzen und Ruwenzori-Colobus-Affen, aber auch seltene Schmetterlinge und Orchideen können dort beobachtet werden. Eine fantastische 90 Meter lange Hängebrücke zwischen den Baumwipfeln, der Nyungwe Canopy Walk, ermöglicht einmalige Einblicke in das Dschungelleben. Unvergesslich ist zudem eine Trekking-Tour zu einer der Quellen des Nil, dem Rukarara, der später Nyaborongo und dann Kagera heißt.

Auf den Spuren der letzten Berggorillas

Im Nordwesten Ruandas liegt ein Nationalpark mit fünf Vulkanen und einer Großzahl der letzten noch lebenden Berggorillas. Gorilla-Trekking ist daher ein Muss bei einer Reise nach Ruanda. Der Vulkan-Nationalpark grenzt an die Nachbarländer Kongo und Uganda und erstreckt sich über 13.000 Hektar tropischer Bergnebelwälder, die an den Hängen der erloschenen Vulkankette gedeihen. Ganzjährig werden Exkursionen zu den Gorillagruppen angeboten. Hier leben noch acht Gorillafamilien, welche in kleinen Gruppen von bis zu acht Personen besucht werden können. Ein magisches Erlebnis bei dem streng auf die Sicherheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier geachtet wird. So ein Gorilla Permit kostet 1.500 Euro, aber trägt stark zum Schutz und Erhalt dieser besonderen Tiere sowie auch der Gemeinden bei.

Bei Wanderungen durch den Dschungel an den Flanken der steilen, teils über 4.000 Meter hohen Virunga-Vulkane stößt man auch auf seltene Tierarten wie etwa Goldene Meerkatzen. Sie können mit Rangern bei geführten Touren besucht werden.  

Von Strohhütten zu Luxuslodges

Natürlich kommen einem schnell die wunderschönen Luxusresorts mit Blick auf die Savannen in den Sinn, wenn man an afrikanische Safari denkt. Wer solch eine Unterkunft sucht könnte gefallen finden an der Wilderness Bisate Lodge, dem One and Only Gorilla´s Nest oder dem Wilderness Magashi Camp um ein paar zu nennen. Aber man kann in Ruanda auch günstiger unterkommen wie z.B. in den Gästehäusern, Hostels oder auf den Campingplätzen von Red Rocks oder dem Kitabe Eco Center. Beide Einrichtungen bieten neben den einfachen und preiswerten Unterkünften zahlreiche Touren, Ausflüge und Aktivitäten, um mit den Einheimischen in Austausch zu kommen und das Land noch besser kennenzulernen. Die Einnahmen aus den Projekten kommen der Community zugute. 

Wer die Kultur des Landes wirklich erleben will, der sollte auch über die Bedeutung Feierlichkeiten und dem dabei gereichten Nationalgetränk Bescheid wissen.

Die Kunst der Bananenbier-Herstellung

Biergenuss hat eine lange Tradition in Ruanda, das Getränk wurde schon in präkolonialen Zeiten hergestellt und getrunken. Es wir aus dem Saft von Bananen, den man mit gekochter Hirse fermentieren lässt, hergestellt. Ziemlich süß, und mit einer deutlichen Alkoholnote: Urwagwa, das traditionelle Bananenbier aus Ruanda ist in jeder ländlichen Schenke im Land zu kaufen und wird in großen Mengen zu allen Anlässen konsumiert. Neben dem Bananenbier gehört auch Tanz und Musik zu jeder Festlichkeit.

Musik und Tanz gehören zur ruandischen Kultur

Musik und Tanz sind Bestandteil der Kultur und werden bei allen Zeremonien, Festivals sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenkünften praktiziert. Der berühmteste traditionelle Tanz ist der Umushagiriro oder Kuh-Tanz, der von Frauen aufgeführt wird. Generell pflichten die Ruander diesem Tier große Bedeutung bei. Wie gut Charlotte tanzen kann, sieht ihr hier

Eine Kuh als Statussymbol

Für die Bevölkerung Ruandas ist die Kuh ein kulturelles und identitätsstiftendes Totemtier.  Deshalb rief die Regierung das „Girinka“-Programm in die Welt. Es ist eines der ambitioniertesten Entwicklungshilfe-Projekte in Afrika, bei dem Ruandas Regierung Bauern Kühe schenkt, um den Hunger zu lindern und die Wirtschaft zu fördern. „Girinka“ heißt auf der Landessprache Kinyarwanda so viel wie „Du darfst eine Kuh haben“.

Das Geschenk ist allerdings an Bedingungen geknüpft: Bekommt die Kuh ein weibliches Kalb, eine Färse, muss der Besitzer sie seinem Nachbarn geben. Männliche Kälber darf er behalten. Der Nachbar seinerseits ist verpflichtet, die erste Färse weiterzugeben. „Girinka“ ist also ein Schneeballsystem, das mit der Zeit immer größer wird.

Die Kühe in Ruanda sind aber noch aus anderen Gründen besonderer als die uns in der Heimat bekannten Exemplare.

Schwimmende Kühe und kreischende Fledermäuse

Am Kivu-See, einem von Afrikas großen Seen, kann man schwimmende Kühe erspähen. Der See bietet noch weitere Attraktionen, er ist der ideale Ort zum Entspannen, Schwimmen, aber auch für viele weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel Angeln, Kajak- oder Kanufahrten und Bootstouren. Er besticht durch sein tiefes smaragdgrünes Wasser und die umgebenden großartigen Berglandschaften. Kleine unbewohnte Inseln liegen wie grüne Tupfen im See. Einen Besuch wert ist die „Insel der Fledermäuse“. Auf der Insel wird man von ohrenbetäubendem Lärm, der in den Bäumen zu tausenden herumhängenden Fledermäusen begrüßt, ein interessantes Spektakel.

Rund um den Lake Kivu gibt es einige Kaffeeplantagen, die es sich zu besuchen lohnt. Hier kann man sehen wie Kaffee angebaut wird und kann sogar bei der Ernte mithelfen. Die Höhe von bis knapp über 2.000 Meter und ein mildes, feuchtes Klima bieten hervorragende Bedingungen für die Kaffeeproduktion: Hier können die Kaffeekirschen unter Schattenbäumen und in Mischkultur mit z.B. Bananen langsam reifen und überzeugen durch ein reiches Aroma. Ruanda produziert zwar nur 0,16 Prozent des globalen Kaffees (Afrika im Ganzen überhaupt nur 10 Prozent), steht dabei aber durch die Fokussierung auf Spezialitätenkaffee für eine hohe Qualität. 

In Ruanda selbst wird übrigens noch wenig Kaffee konsumiert. Das soll sich allerdings ändern. Die ruandische Regierung investiert in die Kaffee-Infrastruktur, um den inländischen Konsum anzuregen. So werden beispielsweise Röstereien gefördert, um Kaffee für den lokalen Markt zu rösten.

In Deutschland kann man Kaffee aus Ruanda online kaufen, entweder direkt über die Webseite der Kaffee Kooperative, DM oder in ausgewählten Filialen von Weltladen.

Wenn du noch Frage zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

PS. Infos zum Gewinnspiel findest du in den Show Notes zum Podcast

 tanzkurs     

Löwen Foto: Richard Terborg

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 2.3: Seychellen, Strände wie aus der Werbung

{loadposition abgehoben2-3}Traumhafte weiße Sandstrände, die sogar in Werbespots schaffen, kristallklares Wasser, tropische Temperaturen, nicht umsonst gelten die Seychellen als das Reiseziel schlechthin.

Das Inselparadies besteht aus 115 Inseln im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas. Die meisten Besucher erreichen die Seychellen mit dem Flugzeug. Flüge aus Deutschland dauern zwischen 9 und 14 Stunden, es gibt Direktflüge sowie Flüge mit Zwischenstopp von allen größeren deutschen, österreichischen und schweizerischen Flughäfen. Der internationale Flughafen der Seychellen (Abkürzung: SEZ) auf der Hauptinsel Mahé liegt etwa 10 km südlich der Hauptstadt Victoria. Für die Einreise wird nur ein Reisepass, welcher bei der Einreise noch mindestens bis zum Ende der geplanten Reisedauer gültig sein muss und noch über mindestens zwei freie Seiten verfügt, benötigt.

Das Klima auf den Seychellen ist ganzjährig tropisch-warm. Die Tagestemperaturen liegen knapp unter 30 °C. Zudem bestimmen zwei gegensätzliche Monsunwinde das Klima auf den Seychellen: der nordwestliche Monsunwind von Oktober bis März mit Windstärken von 8 bis 12 Knoten, sowie der frischere südöstliche Monsunwind von Mai bis September mit Windstärken von 10 bis 20 Knoten.

Dank der geringen Zeitunterschiede zwischen Deutschland und den Seychellen muss kein Jetlag befürchtet werden. Die Zeitverschiebung beträgt in der Sommerzeit plus zwei Stunden und in der Winterzeit plus drei Stunden.

 Inselhopping

Wer auf die Seychellen reist, dem empfiehlt Steffen eine Rundreise von Mahé über die zwei weiteren bekannten Inseln Praslin und La Digue. Wer nur auf einer der Inseln war, hat die Seychellen nicht wirklich kennengelernt, so Steffen.

Die Hauptinsel Mahé

Mahé ist die größte der drei Hauptinseln und eignet sich perfekt für Aktivurlauber. Sie wartet mit zahlreichen Aussichtspunkten und Wanderungen, aber auch mit traumhaften Stränden auf die Besucher. In der Hauptstadt Victoria, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt, schlendert man vorbei an kleinen Boutiquen, Galerien und bunten Kolonialhäusern aus vergangenen Zeiten. 

Der Beau Vallon im Norden von Mahé ist der bekannteste und gleichzeitig einer der schönsten Strände der Insel. An dem kilometerlangen weißen Strand kann man herrlich baden, entspannen und unglaublich schöne Sonnenuntergänge genießen.

Das Inselinnere sowie die kurvige Sans Soucis Road locken mit üppigem Regenwald und saftig grün bewachsenen Granitbergen. Fantastische Wanderwege führen zu noch grandioseren Aussichtspunkten auf den türkis leuchtenden Indischen Ozean. Steffen empfiehlt einen Halt an der Mission Lodge, um über die Weiten der Teeplantagen und das bergige Panorama zu blicken.

Im Süden der Insel befindet sich die ruhige Seite Mahés. Verträumte, malerische Strände und Buchten, türkisblaues Wasser und puderweißer Sand lassen jedes Urlauberherz höherschlagen.

Wer viel sehen und immer wieder anhalten möchte, sollte einen Mietwagen buchen. Zwar kann man auch mit dem Bus nahezu um die komplette Insel fahren, allerdings ist es schwieriger, die richtig schönen Aussichtspunkte und einsamen Strände zu erreichen.

Zur Inselerkundigung kann man sich einen Mietwagen nehmen, doch Achtung - es herrscht Linksverkehr. Wer von der ungewohnten Fahrweise abgeschreckt ist, dem empfiehlt sich ein Taxi oder eine organisierte und geführte Tour.

Praslin, die kleinere Schwester

Praslin ist die zweitgrößte Insel der Seychellen und besticht mit Traumstränden sowie üppigem Regenwald im Landesinneren. Ganz im Norden warten zwei der schönsten Strände der Welt, palmengesäumt und von Granitfelsen eingerahmt.

Die Anse Lazio  ist ein Bilderbuchstrand im Norden von Praslin. Die unglaubliche Mischung aus türkisblauem Wasser, pulverweichem Sand und eindrucksvollen Granitfelsen machen diesen Strand zu einem der schönsten der Seychellen. Kein Wunder, dass er sich regelmäßig unter den Top 10 weltweit befindet. Steffen ist jedoch nicht ganz so angetan von diesem Stand, da die Zufahrt recht ruckelig und ungemütlich ist. Sein Favorit ist hingegen der Anse Cote d´Or. Ein langer Strand für schöne Spaziergänge, ruhiger gelegen und ideal zum Sonnenuntergang.

Pflichtprogramm ist ein Besuch des Vallée de Mai, eines ursprünglichen Palmenwaldes, der wegen seiner einsamen und mystisch anmutenden Art als “Garten Eden“ beschrieben wird. Hier entfaltet sich die Natur frei und ungezähmt. Es werden nur die Trails für Besucher freigeräumt um die berühmte Seychellenpalme, an der die größte Nuss der Welt, die Coco de Mer, hängt, zu bestaunen. Diese größten Samen des Pflanzenreiches werden nicht selten über 20 kg schwer und erinnern in erotischer Weise an den Schoß einer Frau. Die männlichen Palmen erkennt man leicht an der phallusartigen Form ihrer Blüten.

La Digue, die ruhige

Steffen erzählt uns, dass diese Insel sich besonders gut zum Abschalten eignet. Auf der idyllischen Insel La Digue fahren kaum Autos und die Einheimischen bewegen sich mit dem Fahrrad fort. Viele Hotels nutzen Golfcarts, um sich mit dem nötigsten zu versorgen. Es gibt nur wenig Inseltaxis und vor allem Kleinbusse bzw. Transporter mit Sitzbänken auf der Ladefläche. Wenn man ein paar Tage auf La Digue bleibt, kann man die Insel aber auch problemlos zu Fuß entdecken.

Erster Stopp, die Anse Source d’Argent, ein Traumstrand wie er im Buche steht, und die atemberaubende Szenerie ist ein Highlight. Der Mix aus flachem, türkisblauem Meer, weißem Sandstrand und eindrucksvollen Granitfelsen machen sie zu einem der fotogensten Strände auf den Seychellen. Ein absolutes Muss für jeden Seychellen-Urlauber!

Es ist kein Wunder, dass auch Fotografen und Filmemacher gern hierher kommen. So war der Traumstrand bereits ein Ort für Filmaufnahmen wie „Emanuelle”, „Crusoe”, „Castaway” und die berühmte „Bacardi”-Werbung in den 90ern. 

Wie von Insel zu Insel kommen?

Die preiswerteste Variante ist die Schnellfähre von Mahé oder Praslin. Der schnelle Motor-Katamaran Cat Cocos fährt täglich auf direkten Weg oder über Praslin von Mahé nach La Digue. Für die circa 70-minütige Fahrt von Mahé nach La Digue kostet eine Fahrkarte ab 64 Euro. Jedoch ist der Weg von Mahé zu den beiden kleineren Inseln nicht ganz ohne. Wenn du schnell seekrank wirst, wäre ein Inlandsflug von Mahé nach Praslin mit der Fluggesellschaft Air Seychelles eine Alternative zur Schnellfähre. Zudem ist die Aussicht aus der Vogelperspektive hinab auf die kleinen Inseln atemberaubend schön!

Zwischen Praslin und La Digue pendelt mehrmals täglich die Fähre Cat Rose. Die 15-minütige Fahrt ist auch rasant, aber deutlich entspannter als die nach Mahé. Ein Ticket bekommst du ab 14 Euro pro Person.

Die schnellste, aber dafür preis-intensivste Variante, um von Mahé nach La Digue zu reisen, ist per Hubschrauber. Zil Air bietet direkte Flüge vom Flughafen Mahé zum Heli-Landeplatz auf La Digue an. In nur 20 Minuten bist du auf La Digue und hattest zudem ein wirklich einmaliges Transfer-Erlebnis.

Per Charter von Insel zu Insel

Die Seychellen sind ein Traumgebiet, um per Boot erkundet zu werden. Zahlreiche Anbieter ermöglichen eine mehrtätige Rundreise zwischen den Inseln in verschiedenen Booten, von Katamaranen, Yachten über Segelboote.

Weitere Inseln

Welche andere Insel für wen zu empfehlen ist, hängt ein wenig davon ab, was man sucht. Außerdem bieten nicht alle Inseln Unterkunftsmöglichkeiten.

Wer puren Luxus möchte ist z.B. auf North Island gut aufgehoben. North Island ist mit 2,01 km² die neuntgrößte Insel der Inneren Seychellen. Sie liegt ungefähr fünf Kilometer nördlich von Silhouette Island und etwa 32 km nordwestlich von Mahé, der Hauptinsel. North Island setzt die weltweiten Standards für privaten Insel-Luxus der Superlative. Nicht von ungefähr gehört das privat geführte 6-Sterne-Resort zu den bevorzugten Hideaways der internationalen Prominenz wie Prinz William & Kate, George & Amal Clooney sowie Madeleine von Schweden mit ihrem Chris. Das ist nur die glamouröse Spitze derer, die hier ihren Honeymoon verbracht haben. 

Eine weitere Empfehlung für Luxussuchende ist Cousine Island. Sie liegt ungefähr 6 km vor der Westküste Praslins und bietet ein absolut privates Inselerlebnis, das man nur noch selten auf dieser Welt findet. Mit vier individuellen, alten französischen Villen im Kolonialstil, die maximal 10 Gäste auf einmal beherbergen, ist Exklusivität hier an der Tagesordnung.

Gleich neben der Luxusinseln befindet sich Cousin Island. Das Eiland ist ein Naturreservat für einige der seltensten Vögel des Seychellen-Archipels, zum Beispiel für Seychellen-Rohrsänger und  Seychellendajal. Hier gibt es keine touristischen Unterkünfte.

Austausch mit den Einheimischen

Um die 90.000 Menschen leben dauerhaft auf den insgesamt acht ständig bewohnten Inseln, 90 % auf der größten unter ihnen, Mahé. Zudem sind 90 % der Gesamtbevölkerung Kreolen (größtenteils bestehend aus den Nachfahren der aus den französischen Kolonialgebieten eingewanderten Siedler und ihrer afrikanischen Arbeitssklaven), 10 % der Einwohner sind europäischer Herkunft.

Seit jeher üben die Inseln eine starke Anziehung auf Völker aus allen Teilen der Erde aus. Als gemeinsame Sprache der durchmischten Bevölkerung hat sich eine eigene Variante der Kreolsprachen, als Seychellenkreol oder Seselwa bezeichnet, entwickelt. Diese Muttersprache aller Seychellois ist eine historisch gewachsene Mischung aus afrikanischen Sprachen, wie Suaheli und Madagassisch, sowie den Sprachen der ehemaligen Kolonialherren, insbesondere Französisch. Die Amtssprachen sind Kreolisch, Englisch und Französisch.

Wer die Seychellen bereist, wird erleben, dass die Einheimischen ihren ausländischen Gästen stets hilfsbereit und zuvorkommend begegnen. Sie sind dabei eher gemächlich, was ihren alltäglichen Lebensrhythmus anbelangt. Die uns zumeist vertraute Hektik kennt man auf den Seychellen nicht.

Steffen empfiehl einen Besuch der Broadwalk Bar auf Eden Island, um das Nachtleben mit den Einheimischen zu verbringen. Eden Island ist eine künstliche Insel auf den Seychellen und liegt 3,5 km von der Hauptstadt Victoria entfernt.

Sehenswerte Events auf den Seychellen

International Creole Parade

Unter dem Namen International Creole Parade findet jeden Oktober ein farbenfroher Karneval statt. Bei dem lautstarken, bunten und fröhlichen Fest der Völkerverständigung vibriert die kleine Inselhauptstadt Victoria in allen Rhythmen der Welt. Die größte Party der Seychellen bietet Liveshows, Open Air-Discos und einen ausgedehnten Umzug quer durch die Stadt, welcher von zahlreichen Künstlern aus aller Welt begleitet wird.

Seychelles Regatta

Die Seychelles Regatta findet jedes Jahr im August oder September statt und ist eines der mit großer Spannung erwarteten Events im Veranstaltungskalender der Seychellen. Ein volles Programm mit Live-Konzerten, Sportwettkämpfen, Strandspielen und natürlich Segelbootregatten, verteilt über ein ganzes Wochenende, lockt Hunderte von Zuschauern nach Beau Vallon, dem Schauplatz des Geschehens.

Am Festwochenende quellen die belebten Straßen über, von zahlreichen Restaurants und provisorisch errichteten Verkaufsbuden sowie unzähligen Essständen, an denen du das regionale Streetfood und kreolische Küche probieren kannst. Zum Sonnenuntergang werden den Urlaubern am Beau Vallon Strand traditionelle Musik und Sega-Tänze um die Lagerfeuer geboten.

Seychelles Eco-Friendly Marathon

Ein weiteres großes Event findet im Februar auf der Nordhalbinsel von Mahé statt. Seit 2008 wird dort dann der AIMS-zertifizierte Seychelles Eco-Friendly Marathon gelaufen, an dem Sportbegeisterte aus aller Welt teilnehmen.Wenn du noch Frage zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

 

   

 

 
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