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Abgehoben - der Reisepodcast - Kolumbien- Trinkschokolade mit Käse 3.1

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Anna von Guatavita de Colombia, bekannt aus der Höhle der Löwen für seinen 100% Bio-Vollrohrzucker aus Fairtrade-Herstellung in Kolumbien, nimmt uns auf eine Reise in die Heimat ihrer Familie in die Region Huila. Die Mutter von Anna ist in San Augustin, Huila, inmitten der kolumbianischen Anden, aufgewachsen, auf einer Finca, wo ihr Opa Zuckerrohr anbaute, das dann zu Panela verarbeitet wurde.

Anreise nach Huila Huila liegt im Nordwesten Kolumbiens und ist aus Deutschland am einfachsten per Flugzeug über Bogota zu erreichen. Eine Reise zum Departamento Huila lässt sich wunderbar mit einem Aufenthalt in der modernen und urbanen Stadt Bogota kombinieren. Mindestens einmal täglich gibt es Flüge in die Departamento-Hauptstadt Neiva. In Huila erlebt man ein Kontrastprogramm, denn die Region ist wesentlich ursprünglicher und ländlich. Sie besticht durch satte grüne Farben, ganzjährig warmes Klima und eine von Anna als magisch beschriebene Stimmung.

Must Sees Im Departamento Huila befinden sich zwei der bekanntesten präkolonialen Ziele Kolumbiens:  Die tief in den Anden versteckt liegende Region um Tierradentro und deren für Südamerika einzigartige Grabmalereien, als auch die Region um San Agustin, in der über dreihundert bis zu 7 Meter große megalithische Statuen als hinterlassene Zeitzeugen eindrucksvoll von einer jahrtausendealten Hochkultur erzählen, die bis heute Rätsel aufgibt. Beides zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Kaum weniger beeindruckend ist der nahe San Agustin liegende 400m hohe Wasserfall Salto de Bordones als spektakulärer Ausdruck des "Wasserwerks" Huila, in dessen Bergmassiven u.a. die Quelle des mächtigen Río Magdalena liegt, welcher sich über 1.600 km durch Kolumbien schlängelt. Den fruchtbaren Ebenen und den wasserreichen Bergen der Regionen um San Agustin und Tierradentro mit ihrem geheimnisvollen Erbe steht die mystische Kargheit der Tatacoa-Wüste gegenüber.

Spezialitäten Kolumbiens Huila ist außerdem bekannt für seinen hervorragenden Kaffee. Das Hochland der kolumbianischen Anden und die umliegenden Gebiete bieten durch ihre hohe Lage die besten Wachstumsbedingungen für das Heranreifen der Kaffeekirschen. Es wird fast ausschließlich die Arabica-Bohne angebaut, oft in Excelso-Qualität. Der Huila-Kaffee zeichnet sich durch seinen besonders milden Geschmack und seine Säure-Armut aus. Neben Kaffee gibt es in der Region auch Kakao- und Panela-Plantagen, welche Reisende Besuchen können, um die jeweiligen Anbau- und Herstellungsprozesse kennenzulernen. Eine besondere Spezialität Kolumbiens sollte dabei auf jeden Fall probiert werden, eine heiße Schokolade mit Käse (Chocolate y Queso). Der Käse ist mild und weich, sodass er am Boden der Tasse schmilzt und während des Trinkens ausgelöffelt werden kann.

 

Mystik und Skurrilitäten „Wer es mystisch und esoterisch mag, sollte sich das Dorf La Jagua ansehen,“ erzählt uns Anna. Es ist bekannt unter Künstlern sowie Aussteigern. Hier kann man schöne Souvenirs, wie geflochtene Hüte, Taschen und Armbänder, ergattern. 

„Besonders skurrile Begegnungen kann man in Huila mit Naturreligionen haben,“ berichtet Anna. Rund 90% der Bevölkerung Kolumbiens sind Christen, meist Katholiken, aber ein kleiner Teil der Bevölkerung bekennt sich zu sogenannten Naturreligionen. So ist es nicht unüblich in Kolumbien einem Schamanen zu begegnen.

Farbenfrohes Tanzfest Ein besonderes Ereignis, das einen Besuch wert ist, sei die Fiesta de San Juan y San Pedro, berichtet Anna. Obwohl das Hauptfest der Geburtstage von San Pedro und San Juan in der Mitte des Jahres in Neiva stattfindet, praktiziert jede Gemeinde im Bundesland Huila ihre eigene Version dieser Feierlichkeit. Bei diesen Feierlichkeiten treten vor allem Tanztruppen in farbenfrohen Kleidern auf.

Wissenswertes für die Reiseplanung „Um Huila zu bereisen, kann man sich einen Mietwagen nehmen,“ erzählt uns Anna. Wer kein Spanisch spricht oder aber noch nie in Lateinamerika gereist ist, dem empfiehlt sie eine organisierte Rundreise mit Fahrer. Wer eine passende Unterkunft sucht, hat die Qual der Wahl. Von internationalen Hotelketten über Boutique-Hotels und Gästehäuser ist alles geboten.

Ansonsten sollte man auf jeden Fall gute Schuhe für die Wanderungen durch die Täler, Farmen oder Ausgrabungsstätten mitbringen. Flipflops sind aber mindestens genauso wichtig für den Besuch am Strand. Annas Strandempfehlung wäre die Playa Blanca Baru in der Nähe von Cartagena. Liegt zwar nicht mehr in ihrer Heimatregion, sei aber ein wunderschöner Bilderbuch-Karibikstrand. 

Wenn du noch Fragen, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

Gewinnspiel: Heute könnt ihr was gewinnen, alle Infos zum Gewinnspiel findet ihr in den Blognotes und auf Facebook und Instagram.

 

anna    Figuren

Kaffee    Huila

Folge 2.5: Gorillas, Bananenbier, Kuhtanz und Kaffee

Ruanda ist das Land der tausend Hügel: Neblige Regenwälder im Hochland sind die Rückzugsstätten der letzten freilebenden Berggorillas. Aber nicht nur Gorillas, sondern auch die beeindruckende Kultur und bewegende Geschichte des Landes ziehen Besucher in ihren Bann.

Nützliches für die Reiseplanung

Von Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es keinen direkten Flug nach Ruanda. Einreisen nach Ruanda können über Direktflüge von den europäischen Flughäfen Brüssel und Amsterdam nach Kigali – in etwa 8 Stunden erfolgen. Der internationale Flughafen liegt nahe Kigali, rund 5 km von der Hauptstadt des Landes entfernt.

Für ihre Reise nach Ruanda benötigen deutsche Staatsangehörige nur einen mindestens sechs Monate über den Reisezeitraum hinaus gültigen Reisepass. Bei Einreise wird am Flughafen ein 30-Tage-Visum ausgestellt.

Das Land liegt in der Zeitzone UTC+2 – zu unserer Sommerzeit gibt es daher keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Ruanda, zur Winterzeit lediglich eine Stunde. Amtssprache in Ruanda ist die Bantusprache Kinyarwanda. Man kann sich jedoch in Englisch oder Französisch verständigen – denn auch diese zwei Sprachen zählen zu den offiziellen Sprachen. 

Bei Reisen nach Ruanda finden Urlauber trotz der Nähe zum Äquator ein mildes Klima vor: Die Temperaturen variieren übers Jahr kaum, sind jedoch natürlich abhängig von der Höhenlage. Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen angenehmen 25 °C und 27 °C. In der Nacht kann es bis auf 14 °C abkühlen. Das Klima wird in Ruanda von den beiden ostafrikanischen Regenzeiten geprägt – von September bis Dezember (umuhindo) und von Februar bis Juni (itumba) bringen ergiebige Regengüsse die Savanne zum Blühen und die Nil-Kongo-Wasserscheide zum Tosen. In den Monaten zwischen März und Mai fallen in Ruanda ca. 40 % der jährlichen Niederschläge.

Sicherheit und Sauberkeit sind an der Tagesordnung

Ruanda ist ganz anders als man sich ein afrikanisches Land vielleicht vorstellt. Manch einer mag zunächst einen Kulturschock erleben: Statt lautem Trubel herrscht in Ruanda Ordnung und Sauberkeit. Selbst Plastiktüten sind verboten, einmal im Monat treffen sich die Bürger von Ruanda zum „Umuganda“, dem offiziellen Aufräumtag.

„Die Straßen sind gut ausgebaut und sauber, man kann das Land mit dem Mietwagen oder Bussen erkunden,“ sagt Charlotte, selbst als alleinreisende Frau habe sie sich sicher gefühlt.

Die Hauptstadt Kigali, mehr als Museen

Kigali ist nicht nur die Hauptstadt Ruandas, sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. „Man sollte sich ruhig Zeit lassen, um die Stadt kennenzulernen,“ empfiehlt Charlotte, denn sie hat weit mehr zu bieten als nur ein paar Museen, darunter natürlich das Genocide Memorial, welches dem brutalen Völkermord von 1994 ein Denkmal setzt. Die Regierung hat viel zur Versöhnung und Aufarbeitung beigetragen.

„Kigali ist generell interessant für Handwerks-, Kunst und Kultur begeisterte,“ berichtet Charlotte und empfiehlt einen Besuch im Inema Art Center. Allein das Grundstück, auf dem die Galerie steht, ist schon selbst ein Stück Kunst: Skulpturen, Bilder und Installationen bilden sozusagen die Wegweiser zu den Ausstellungsräumen und dem Atelier. Neben Kunst gibt es hier regelmäßig Livemusik, Yoga- Stunden und Tanzaufführungen.

Wer sich für Tanz interessiert, der sollte in der Casa Keza vorbeischauen, um die traditionellen Bewegungen kennenzulernen. Es handelt sich hier um ein spanisches Lokal, welches Tapas serviert, in dem aber auch Tanzstunden stattfinden. Wer modernere Tänze vorzieht ist im Impact Hub gut aufgehoben. In dem Gebäude sind mehrere Startups ansässig und auf dem Dach befindet sich ein Café, welches Tanzkurse anbietet. Wer handwerklich begeistert ist, der sollte in die Werkstatt von Aziz Imigongo herstellen. Es handelt sich hierbei um eine Kunst, welche aus Kuhfladen hergestellt wird, es werden geometrische Muster geschaffen, die in bunten Farben bemalt werden.

Flechten aus Gräsern ist eine weitere, vermutlich Charlottes wärmste Empfehlung. Dieses Kunsthandwerk kann man sich im National Women´s Center in Nyamirambo zeigen lassen. 

Frauen unterstützen sich gegenseitig

Nyamirambo ist ein Stadtteil im Südosten von Kigali. Hier sind die Ladenfronten farbenfroh und voller Graffitis. Das Stadtbild wird von wuseliger Betriebsamkeit geprägt. Mittendrin findet man das National Women´s Center. Die heutige Präsidentin des Women´s Centers, Marie Aimée Umugeni, hat das Sozialprojekt zusammen mit anderen Frauen vor knapp zehn Jahren gegründet. Um den Frauen im Viertel eine neue Perspektive zu geben. Frauen unterschiedlichen Alters, die sich nur von der Straße kannten, sind zusammengerückt. Aus den Treffen ist die Idee für einen gemeinsamen Ort zum Arbeiten und Geld verdienen entstanden. Geld für das Projekt kommt aus dem Verkauf der Handwerksprodukte, aus Spenden und ausländischen Fördergeldern – und seit einigen Jahren auch aus dem Tourismus. Besucher aus aller Welt zahlen für die Führungen, Koch – und Handwerkskurse.

Des Weiteren ist auch der Kimidonko-Markt einen Besuch wert. Hier findet man von Lebensmittel über Stoffe bis Handwerkskunst alles, was das Herz begehrt.

Wer vor lauter Eindrücken jetzt hungrig geworden ist, für den hat Charlotte auch einige kulinarische Tipps.

Kulinarische Empfehlungen

Gerade in der Hautstadt Kigali findet man viele Restaurants, die Speisen aus aller Welt anbieten. Wieder in dem Viertel Nyamirambo befindet sich das Outdoor Lokal Green Corner, welches den besten Fisch servieren soll. Wer ein traditionell afrikanisches Buffet probieren möchte, dem empfiehlt Charlotte African Bite. In der Women’s Bakery kann man besonders gute Backwaren probieren und die heimischen Frauen mit seinem Kauf unterstützen. Wer selbst lernen möchte, wie man traditionell afrikanisch kocht, der kann dies im Kochkurs von Aminatha im Women’s Center tun.

Doch das Land der tausend Hügel ist vor allem als ein Naturparadies mit vielen seltenen und teils endemischen Tieren und Pflanzen bekannt.

Big Five und viele weitere Tiere

Zu den weiteren Höhepunkten zählen Wanderungen und Safaris durch die Nationalparks. Ca. drei Stunden Fahrzeit von der Hauptstadt Kigali gelegen, befindet sich der Akagera Nationalpark im östlichen Teil Ruandas an der Grenze zu Tansania. Sein Name stammt vom Akagera Fluss, der entlang der östlichen Grenze fließt, im gesamten Nationalpark ein labyrinthartiges Netz aus Seen geformt hat und sich in den imposanten Rusumo-Wasserfällen ergießt. In diesem Nationalpark können Urlauber bei entspannten Safaris die Big Five - Nashorn, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel - beobachten. Der Park wird von African Parks gemanaged und gilt heute als ein Vorbild für Naturschutz in Afrika.

Durch den Park ziehen außerdem kleine Herden von Impalas und Steppenzebras. An Gewässern sind Krokodile, Flusspferde, die scheuen Wasserböcke und seltenen Sitatunga-Antilopen zu entdecken. Elenantilopen, Topis, Buschducker, Riedböcke, Pferdeantilopen, Warzenschweine, Anubis-Paviane, Typfelhyänen, Streifenschakale sowie Giraffen können auf den Touren bestaunt werden. Darüber hinaus ist das Gebiet Lebensraum für über 500 Vogelarten, die gut während einer Bootsfahrt beobachtet werden können.

Luftige Höhen & Schimpansen-Trekking

Der urwüchsige Bergnebelwald im Nyungwe-Nationalpark im Süden Ruandas gilt als der größte zusammenhängende Wald dieser Art in Ost- und Zentralafrika. Dort leben über 1.000 Pflanzen- und Tierarten. Schimpansen, Goldmeerkatzen und Ruwenzori-Colobus-Affen, aber auch seltene Schmetterlinge und Orchideen können dort beobachtet werden. Eine fantastische 90 Meter lange Hängebrücke zwischen den Baumwipfeln, der Nyungwe Canopy Walk, ermöglicht einmalige Einblicke in das Dschungelleben. Unvergesslich ist zudem eine Trekking-Tour zu einer der Quellen des Nil, dem Rukarara, der später Nyaborongo und dann Kagera heißt.

Auf den Spuren der letzten Berggorillas

Im Nordwesten Ruandas liegt ein Nationalpark mit fünf Vulkanen und einer Großzahl der letzten noch lebenden Berggorillas. Gorilla-Trekking ist daher ein Muss bei einer Reise nach Ruanda. Der Vulkan-Nationalpark grenzt an die Nachbarländer Kongo und Uganda und erstreckt sich über 13.000 Hektar tropischer Bergnebelwälder, die an den Hängen der erloschenen Vulkankette gedeihen. Ganzjährig werden Exkursionen zu den Gorillagruppen angeboten. Hier leben noch acht Gorillafamilien, welche in kleinen Gruppen von bis zu acht Personen besucht werden können. Ein magisches Erlebnis bei dem streng auf die Sicherheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier geachtet wird. So ein Gorilla Permit kostet 1.500 Euro, aber trägt stark zum Schutz und Erhalt dieser besonderen Tiere sowie auch der Gemeinden bei.

Bei Wanderungen durch den Dschungel an den Flanken der steilen, teils über 4.000 Meter hohen Virunga-Vulkane stößt man auch auf seltene Tierarten wie etwa Goldene Meerkatzen. Sie können mit Rangern bei geführten Touren besucht werden.  

Von Strohhütten zu Luxuslodges

Natürlich kommen einem schnell die wunderschönen Luxusresorts mit Blick auf die Savannen in den Sinn, wenn man an afrikanische Safari denkt. Wer solch eine Unterkunft sucht könnte gefallen finden an der Wilderness Bisate Lodge, dem One and Only Gorilla´s Nest oder dem Wilderness Magashi Camp um ein paar zu nennen. Aber man kann in Ruanda auch günstiger unterkommen wie z.B. in den Gästehäusern, Hostels oder auf den Campingplätzen von Red Rocks oder dem Kitabe Eco Center. Beide Einrichtungen bieten neben den einfachen und preiswerten Unterkünften zahlreiche Touren, Ausflüge und Aktivitäten, um mit den Einheimischen in Austausch zu kommen und das Land noch besser kennenzulernen. Die Einnahmen aus den Projekten kommen der Community zugute. 

Wer die Kultur des Landes wirklich erleben will, der sollte auch über die Bedeutung Feierlichkeiten und dem dabei gereichten Nationalgetränk Bescheid wissen.

Die Kunst der Bananenbier-Herstellung

Biergenuss hat eine lange Tradition in Ruanda, das Getränk wurde schon in präkolonialen Zeiten hergestellt und getrunken. Es wir aus dem Saft von Bananen, den man mit gekochter Hirse fermentieren lässt, hergestellt. Ziemlich süß, und mit einer deutlichen Alkoholnote: Urwagwa, das traditionelle Bananenbier aus Ruanda ist in jeder ländlichen Schenke im Land zu kaufen und wird in großen Mengen zu allen Anlässen konsumiert. Neben dem Bananenbier gehört auch Tanz und Musik zu jeder Festlichkeit.

Musik und Tanz gehören zur ruandischen Kultur

Musik und Tanz sind Bestandteil der Kultur und werden bei allen Zeremonien, Festivals sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenkünften praktiziert. Der berühmteste traditionelle Tanz ist der Umushagiriro oder Kuh-Tanz, der von Frauen aufgeführt wird. Generell pflichten die Ruander diesem Tier große Bedeutung bei. Wie gut Charlotte tanzen kann, sieht ihr hier

Eine Kuh als Statussymbol

Für die Bevölkerung Ruandas ist die Kuh ein kulturelles und identitätsstiftendes Totemtier.  Deshalb rief die Regierung das „Girinka“-Programm in die Welt. Es ist eines der ambitioniertesten Entwicklungshilfe-Projekte in Afrika, bei dem Ruandas Regierung Bauern Kühe schenkt, um den Hunger zu lindern und die Wirtschaft zu fördern. „Girinka“ heißt auf der Landessprache Kinyarwanda so viel wie „Du darfst eine Kuh haben“.

Das Geschenk ist allerdings an Bedingungen geknüpft: Bekommt die Kuh ein weibliches Kalb, eine Färse, muss der Besitzer sie seinem Nachbarn geben. Männliche Kälber darf er behalten. Der Nachbar seinerseits ist verpflichtet, die erste Färse weiterzugeben. „Girinka“ ist also ein Schneeballsystem, das mit der Zeit immer größer wird.

Die Kühe in Ruanda sind aber noch aus anderen Gründen besonderer als die uns in der Heimat bekannten Exemplare.

Schwimmende Kühe und kreischende Fledermäuse

Am Kivu-See, einem von Afrikas großen Seen, kann man schwimmende Kühe erspähen. Der See bietet noch weitere Attraktionen, er ist der ideale Ort zum Entspannen, Schwimmen, aber auch für viele weitere Aktivitäten, wie zum Beispiel Angeln, Kajak- oder Kanufahrten und Bootstouren. Er besticht durch sein tiefes smaragdgrünes Wasser und die umgebenden großartigen Berglandschaften. Kleine unbewohnte Inseln liegen wie grüne Tupfen im See. Einen Besuch wert ist die „Insel der Fledermäuse“. Auf der Insel wird man von ohrenbetäubendem Lärm, der in den Bäumen zu tausenden herumhängenden Fledermäusen begrüßt, ein interessantes Spektakel.

Rund um den Lake Kivu gibt es einige Kaffeeplantagen, die es sich zu besuchen lohnt. Hier kann man sehen wie Kaffee angebaut wird und kann sogar bei der Ernte mithelfen. Die Höhe von bis knapp über 2.000 Meter und ein mildes, feuchtes Klima bieten hervorragende Bedingungen für die Kaffeeproduktion: Hier können die Kaffeekirschen unter Schattenbäumen und in Mischkultur mit z.B. Bananen langsam reifen und überzeugen durch ein reiches Aroma. Ruanda produziert zwar nur 0,16 Prozent des globalen Kaffees (Afrika im Ganzen überhaupt nur 10 Prozent), steht dabei aber durch die Fokussierung auf Spezialitätenkaffee für eine hohe Qualität. 

In Ruanda selbst wird übrigens noch wenig Kaffee konsumiert. Das soll sich allerdings ändern. Die ruandische Regierung investiert in die Kaffee-Infrastruktur, um den inländischen Konsum anzuregen. So werden beispielsweise Röstereien gefördert, um Kaffee für den lokalen Markt zu rösten.

In Deutschland kann man Kaffee aus Ruanda online kaufen, entweder direkt über die Webseite der Kaffee Kooperative, DM oder in ausgewählten Filialen von Weltladen.

Wenn du noch Frage zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

PS. Infos zum Gewinnspiel findest du in den Show Notes zum Podcast

 tanzkurs     

Löwen Foto: Richard Terborg

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 2.3: Seychellen, Strände wie aus der Werbung

{loadposition abgehoben2-3}Traumhafte weiße Sandstrände, die sogar in Werbespots schaffen, kristallklares Wasser, tropische Temperaturen, nicht umsonst gelten die Seychellen als das Reiseziel schlechthin.

Das Inselparadies besteht aus 115 Inseln im Indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas. Die meisten Besucher erreichen die Seychellen mit dem Flugzeug. Flüge aus Deutschland dauern zwischen 9 und 14 Stunden, es gibt Direktflüge sowie Flüge mit Zwischenstopp von allen größeren deutschen, österreichischen und schweizerischen Flughäfen. Der internationale Flughafen der Seychellen (Abkürzung: SEZ) auf der Hauptinsel Mahé liegt etwa 10 km südlich der Hauptstadt Victoria. Für die Einreise wird nur ein Reisepass, welcher bei der Einreise noch mindestens bis zum Ende der geplanten Reisedauer gültig sein muss und noch über mindestens zwei freie Seiten verfügt, benötigt.

Das Klima auf den Seychellen ist ganzjährig tropisch-warm. Die Tagestemperaturen liegen knapp unter 30 °C. Zudem bestimmen zwei gegensätzliche Monsunwinde das Klima auf den Seychellen: der nordwestliche Monsunwind von Oktober bis März mit Windstärken von 8 bis 12 Knoten, sowie der frischere südöstliche Monsunwind von Mai bis September mit Windstärken von 10 bis 20 Knoten.

Dank der geringen Zeitunterschiede zwischen Deutschland und den Seychellen muss kein Jetlag befürchtet werden. Die Zeitverschiebung beträgt in der Sommerzeit plus zwei Stunden und in der Winterzeit plus drei Stunden.

 Inselhopping

Wer auf die Seychellen reist, dem empfiehlt Steffen eine Rundreise von Mahé über die zwei weiteren bekannten Inseln Praslin und La Digue. Wer nur auf einer der Inseln war, hat die Seychellen nicht wirklich kennengelernt, so Steffen.

Die Hauptinsel Mahé

Mahé ist die größte der drei Hauptinseln und eignet sich perfekt für Aktivurlauber. Sie wartet mit zahlreichen Aussichtspunkten und Wanderungen, aber auch mit traumhaften Stränden auf die Besucher. In der Hauptstadt Victoria, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt, schlendert man vorbei an kleinen Boutiquen, Galerien und bunten Kolonialhäusern aus vergangenen Zeiten. 

Der Beau Vallon im Norden von Mahé ist der bekannteste und gleichzeitig einer der schönsten Strände der Insel. An dem kilometerlangen weißen Strand kann man herrlich baden, entspannen und unglaublich schöne Sonnenuntergänge genießen.

Das Inselinnere sowie die kurvige Sans Soucis Road locken mit üppigem Regenwald und saftig grün bewachsenen Granitbergen. Fantastische Wanderwege führen zu noch grandioseren Aussichtspunkten auf den türkis leuchtenden Indischen Ozean. Steffen empfiehlt einen Halt an der Mission Lodge, um über die Weiten der Teeplantagen und das bergige Panorama zu blicken.

Im Süden der Insel befindet sich die ruhige Seite Mahés. Verträumte, malerische Strände und Buchten, türkisblaues Wasser und puderweißer Sand lassen jedes Urlauberherz höherschlagen.

Wer viel sehen und immer wieder anhalten möchte, sollte einen Mietwagen buchen. Zwar kann man auch mit dem Bus nahezu um die komplette Insel fahren, allerdings ist es schwieriger, die richtig schönen Aussichtspunkte und einsamen Strände zu erreichen.

Zur Inselerkundigung kann man sich einen Mietwagen nehmen, doch Achtung - es herrscht Linksverkehr. Wer von der ungewohnten Fahrweise abgeschreckt ist, dem empfiehlt sich ein Taxi oder eine organisierte und geführte Tour.

Praslin, die kleinere Schwester

Praslin ist die zweitgrößte Insel der Seychellen und besticht mit Traumstränden sowie üppigem Regenwald im Landesinneren. Ganz im Norden warten zwei der schönsten Strände der Welt, palmengesäumt und von Granitfelsen eingerahmt.

Die Anse Lazio  ist ein Bilderbuchstrand im Norden von Praslin. Die unglaubliche Mischung aus türkisblauem Wasser, pulverweichem Sand und eindrucksvollen Granitfelsen machen diesen Strand zu einem der schönsten der Seychellen. Kein Wunder, dass er sich regelmäßig unter den Top 10 weltweit befindet. Steffen ist jedoch nicht ganz so angetan von diesem Stand, da die Zufahrt recht ruckelig und ungemütlich ist. Sein Favorit ist hingegen der Anse Cote d´Or. Ein langer Strand für schöne Spaziergänge, ruhiger gelegen und ideal zum Sonnenuntergang.

Pflichtprogramm ist ein Besuch des Vallée de Mai, eines ursprünglichen Palmenwaldes, der wegen seiner einsamen und mystisch anmutenden Art als “Garten Eden“ beschrieben wird. Hier entfaltet sich die Natur frei und ungezähmt. Es werden nur die Trails für Besucher freigeräumt um die berühmte Seychellenpalme, an der die größte Nuss der Welt, die Coco de Mer, hängt, zu bestaunen. Diese größten Samen des Pflanzenreiches werden nicht selten über 20 kg schwer und erinnern in erotischer Weise an den Schoß einer Frau. Die männlichen Palmen erkennt man leicht an der phallusartigen Form ihrer Blüten.

La Digue, die ruhige

Steffen erzählt uns, dass diese Insel sich besonders gut zum Abschalten eignet. Auf der idyllischen Insel La Digue fahren kaum Autos und die Einheimischen bewegen sich mit dem Fahrrad fort. Viele Hotels nutzen Golfcarts, um sich mit dem nötigsten zu versorgen. Es gibt nur wenig Inseltaxis und vor allem Kleinbusse bzw. Transporter mit Sitzbänken auf der Ladefläche. Wenn man ein paar Tage auf La Digue bleibt, kann man die Insel aber auch problemlos zu Fuß entdecken.

Erster Stopp, die Anse Source d’Argent, ein Traumstrand wie er im Buche steht, und die atemberaubende Szenerie ist ein Highlight. Der Mix aus flachem, türkisblauem Meer, weißem Sandstrand und eindrucksvollen Granitfelsen machen sie zu einem der fotogensten Strände auf den Seychellen. Ein absolutes Muss für jeden Seychellen-Urlauber!

Es ist kein Wunder, dass auch Fotografen und Filmemacher gern hierher kommen. So war der Traumstrand bereits ein Ort für Filmaufnahmen wie „Emanuelle”, „Crusoe”, „Castaway” und die berühmte „Bacardi”-Werbung in den 90ern. 

Wie von Insel zu Insel kommen?

Die preiswerteste Variante ist die Schnellfähre von Mahé oder Praslin. Der schnelle Motor-Katamaran Cat Cocos fährt täglich auf direkten Weg oder über Praslin von Mahé nach La Digue. Für die circa 70-minütige Fahrt von Mahé nach La Digue kostet eine Fahrkarte ab 64 Euro. Jedoch ist der Weg von Mahé zu den beiden kleineren Inseln nicht ganz ohne. Wenn du schnell seekrank wirst, wäre ein Inlandsflug von Mahé nach Praslin mit der Fluggesellschaft Air Seychelles eine Alternative zur Schnellfähre. Zudem ist die Aussicht aus der Vogelperspektive hinab auf die kleinen Inseln atemberaubend schön!

Zwischen Praslin und La Digue pendelt mehrmals täglich die Fähre Cat Rose. Die 15-minütige Fahrt ist auch rasant, aber deutlich entspannter als die nach Mahé. Ein Ticket bekommst du ab 14 Euro pro Person.

Die schnellste, aber dafür preis-intensivste Variante, um von Mahé nach La Digue zu reisen, ist per Hubschrauber. Zil Air bietet direkte Flüge vom Flughafen Mahé zum Heli-Landeplatz auf La Digue an. In nur 20 Minuten bist du auf La Digue und hattest zudem ein wirklich einmaliges Transfer-Erlebnis.

Per Charter von Insel zu Insel

Die Seychellen sind ein Traumgebiet, um per Boot erkundet zu werden. Zahlreiche Anbieter ermöglichen eine mehrtätige Rundreise zwischen den Inseln in verschiedenen Booten, von Katamaranen, Yachten über Segelboote.

Weitere Inseln

Welche andere Insel für wen zu empfehlen ist, hängt ein wenig davon ab, was man sucht. Außerdem bieten nicht alle Inseln Unterkunftsmöglichkeiten.

Wer puren Luxus möchte ist z.B. auf North Island gut aufgehoben. North Island ist mit 2,01 km² die neuntgrößte Insel der Inneren Seychellen. Sie liegt ungefähr fünf Kilometer nördlich von Silhouette Island und etwa 32 km nordwestlich von Mahé, der Hauptinsel. North Island setzt die weltweiten Standards für privaten Insel-Luxus der Superlative. Nicht von ungefähr gehört das privat geführte 6-Sterne-Resort zu den bevorzugten Hideaways der internationalen Prominenz wie Prinz William & Kate, George & Amal Clooney sowie Madeleine von Schweden mit ihrem Chris. Das ist nur die glamouröse Spitze derer, die hier ihren Honeymoon verbracht haben. 

Eine weitere Empfehlung für Luxussuchende ist Cousine Island. Sie liegt ungefähr 6 km vor der Westküste Praslins und bietet ein absolut privates Inselerlebnis, das man nur noch selten auf dieser Welt findet. Mit vier individuellen, alten französischen Villen im Kolonialstil, die maximal 10 Gäste auf einmal beherbergen, ist Exklusivität hier an der Tagesordnung.

Gleich neben der Luxusinseln befindet sich Cousin Island. Das Eiland ist ein Naturreservat für einige der seltensten Vögel des Seychellen-Archipels, zum Beispiel für Seychellen-Rohrsänger und  Seychellendajal. Hier gibt es keine touristischen Unterkünfte.

Austausch mit den Einheimischen

Um die 90.000 Menschen leben dauerhaft auf den insgesamt acht ständig bewohnten Inseln, 90 % auf der größten unter ihnen, Mahé. Zudem sind 90 % der Gesamtbevölkerung Kreolen (größtenteils bestehend aus den Nachfahren der aus den französischen Kolonialgebieten eingewanderten Siedler und ihrer afrikanischen Arbeitssklaven), 10 % der Einwohner sind europäischer Herkunft.

Seit jeher üben die Inseln eine starke Anziehung auf Völker aus allen Teilen der Erde aus. Als gemeinsame Sprache der durchmischten Bevölkerung hat sich eine eigene Variante der Kreolsprachen, als Seychellenkreol oder Seselwa bezeichnet, entwickelt. Diese Muttersprache aller Seychellois ist eine historisch gewachsene Mischung aus afrikanischen Sprachen, wie Suaheli und Madagassisch, sowie den Sprachen der ehemaligen Kolonialherren, insbesondere Französisch. Die Amtssprachen sind Kreolisch, Englisch und Französisch.

Wer die Seychellen bereist, wird erleben, dass die Einheimischen ihren ausländischen Gästen stets hilfsbereit und zuvorkommend begegnen. Sie sind dabei eher gemächlich, was ihren alltäglichen Lebensrhythmus anbelangt. Die uns zumeist vertraute Hektik kennt man auf den Seychellen nicht.

Steffen empfiehl einen Besuch der Broadwalk Bar auf Eden Island, um das Nachtleben mit den Einheimischen zu verbringen. Eden Island ist eine künstliche Insel auf den Seychellen und liegt 3,5 km von der Hauptstadt Victoria entfernt.

Sehenswerte Events auf den Seychellen

International Creole Parade

Unter dem Namen International Creole Parade findet jeden Oktober ein farbenfroher Karneval statt. Bei dem lautstarken, bunten und fröhlichen Fest der Völkerverständigung vibriert die kleine Inselhauptstadt Victoria in allen Rhythmen der Welt. Die größte Party der Seychellen bietet Liveshows, Open Air-Discos und einen ausgedehnten Umzug quer durch die Stadt, welcher von zahlreichen Künstlern aus aller Welt begleitet wird.

Seychelles Regatta

Die Seychelles Regatta findet jedes Jahr im August oder September statt und ist eines der mit großer Spannung erwarteten Events im Veranstaltungskalender der Seychellen. Ein volles Programm mit Live-Konzerten, Sportwettkämpfen, Strandspielen und natürlich Segelbootregatten, verteilt über ein ganzes Wochenende, lockt Hunderte von Zuschauern nach Beau Vallon, dem Schauplatz des Geschehens.

Am Festwochenende quellen die belebten Straßen über, von zahlreichen Restaurants und provisorisch errichteten Verkaufsbuden sowie unzähligen Essständen, an denen du das regionale Streetfood und kreolische Küche probieren kannst. Zum Sonnenuntergang werden den Urlaubern am Beau Vallon Strand traditionelle Musik und Sega-Tänze um die Lagerfeuer geboten.

Seychelles Eco-Friendly Marathon

Ein weiteres großes Event findet im Februar auf der Nordhalbinsel von Mahé statt. Seit 2008 wird dort dann der AIMS-zertifizierte Seychelles Eco-Friendly Marathon gelaufen, an dem Sportbegeisterte aus aller Welt teilnehmen.Wenn du noch Frage zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

 

   

 

Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 7: Alpen, Alm und Aqua-Spaß am Achensee

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Camping liegt seit Jahren im Trend. Dieser Sommer sorgte wegen der Corona-Pandemie aber für einen neuen Rekord. Selbst Skeptiker liebäugeln nun mit Urlaub im Wohnmobil oder Zelt. Johannes und seine Frau, die bisher an Urlaube in Luxushotels gewöhnt waren, ließen sich schon vor der Pandemie von dem Hype anstecken. Was als eine 3-monatige Testfahrt begann, wurde zu deren neuer Lieblingsurlaubsform. Die Flexibilität, Spontanität und das damit verbundene Freiheitsgefühl hat es beiden angetan. Johannes, der in seiner Vergangenheit als Vertriebler stets unter Zeitdruck stand, schätzt die Entspanntheit, die das Campen mit sich bringt. In der Nähe von München wohnend, war das neue Lieblingsziel für Wochenendstouren schnell gefunden, der Achensee, die Alternative zum näheren aber völlig überlaufenen Tegernsee.  Die gewählte Route dorthin führt am Tegernsee vorbei, über den Achenpass nach Maurach und eröffnet einen traumhaften Blick ganz getreu dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“, schwärmt Johannes.

 

Achensee, DAS neue Traumziel

Der Achensee ist Tirols größter See und liegt nördlich von Jenbach, 380 m über dem Inntal. Seine fünf Ferienorte liegen eingebettet in der faszinierenden Berglandschaft des Karwendel- und Rofangebirges im Herz der Alpen. Am südlichen Ende des Sees liegt der Ferienort Maurach mit dem Karwendel Campingplatz, dem Zielpunkt von Johanes und seiner Familie. Neben Stellplätzen für Wohnmobile bietet der Platz auch urige Charettes aus Holz. Wer doch lieber in einem Hotel unterkommen möchte, dem empfiehlt sich eins der Hotels um den See so z.B. Verwöhnhotel Kristall oder das Rieser

Aktiv im Wasser

Der See eignet sich besonders für Wasseraktivitäten. Er ist bis zu 133 m tief und bietet hervorragende Wasserqualität bei bis zu zehn Meter Sichtweite unter Wasser. Seine Wassertemperatur ist einem Gebirgssee entsprechend niedrig und überschreitet kaum jemals 20 °C  und ist somit ein guter Tauchspot. Gelegentlich wird der Achensee auf Grund seiner Größe und der etwa für Segler und Surfer optimalen Windverhältnisse als Tiroler Meer bezeichnet. Johannes erzählt uns, dass man ab Nachmittag hervorragend Kitesurfen kann, dank aufkommender thermischer Winde.

Für Actionhungrige empfiehlt sich außerdem das Tubing. Hier fährt man einzeln in einem Schlauchreifen den tosenden Wildbach entlang. Das Tubing kann man ebenfalls als etwas ruhigere Variante mit der Familie betreiben.

Als Ausgleich zu Adrenalin-Kicks und natürlich, um Flauten zu überbrücken, empfiehlt sich das Stand-up-Paddling. 

Aktiv an Land

Das Wandern rund um den Achensee verzaubert dank seiner atemberaubenden Landschaften selbst ungeübte. Umgeben von gleich zwei Gebirgszügen hat man hier eine schier endlose Auswahl an Wanderungen, von gemütlichen Spaziergängen im Tal bis hin zu aufregenden Höhenwegen. Besonders gut gefällt Johannes das Rofangebirge mit seinem höchsten Punkt mit 2.299 m ü. A. dem Hochiss. Dieser stolze Aussichtsgipfel lässt sich von Maurach am Achensee sehr gut mit der Rofanseilbahn erreichen. Auf der anderen Seite hat man auch großartige Talschlüsse. Da empfiehlt Johannes eine Radtour z.B. zur Gramai Alm. Weitere Geheimtipps zum Einkehren und regionale Spezialitäten probieren sei die Dafalz Alm, die man mit der Rofanseilbahn und einer einstündigen Wandertour erreichen kann oder aber über eine anspruchsvolle sechsstündige Tour über den Hochiss.

Das Programm für gut durchtrainierte

Eine der Touren, die Johannes außerdem gut gefallen hat, ist seine sechsstündige Hike and Bike Tour von Pertisau über die Seebergspitze nach Achenkirch. Die Seebergspitze (2.085m) ist bekannt als einer der schönsten Aussichtsberge am Achensee. Eine spektakuläre Wanderung am Rande des Gebirges mit stundenlangem Blick auf den See. Von Achenkirch kann man dann zurück mit dem Boot nach Pertisau fahren, von wo aus Johannes zurück zum Campingplatz geradelt ist.

Für weniger sportliche bietet sich die Seeumrundung auf einem schönen Weg durch die Natur an. Den Rückweg kann man dann wieder per Boot antreten.

Ein weiterer Tipp ist die Feilalm in den Karwendeltälern, die wohl panoramareichste Alm, die in sämtlichen Musikvideos von Volksmusikanten eine tragende Rolle spielt. 

Winter- & Schlechtwettertipps

„Ob Sommer oder Winter, Campen ist zu jeder Jahreszeit möglich“, erklärt Johannes. Im Winter überzeugt die Region mit vier Skigebieten und zwei Übungsanlagen mit insgesamt 53 Pistenkilometer und einem umfangreichen Programm für die ganze Familie und bietet unbegrenztes Pistenvergnügen. Aufgrund einer Vielzahl breiter Pisten sind die Skigebiete am Achensee besonders für Familien geeignet. Aber auch Carving-Freunde und Snowboarder schätzen das Angebot.

Wer im Winterurlaub seine Skier zu Hause lassen will, findet am Achensee zahlreiche Alternativen. Ballonfahren, Schneeschuhwandern, Rodeln oder Eisstockschießen, Winterwanderungen, um nur einige zu nennen.

Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, kann man sich wunderbar im Wellness- und Erlebnisbad Atoll Achensee erholen. Auf über 6.500 Quadratmeter wird ein abwechslungsreiches Erlebnisangebot mit Innen- und Außenbereich angeboten. Zum Areal gehören außerdem ein Fitnessstudio mit Blick auf den Achensee und die BOULDER-Halle mit 180m² Kletterfläche.

Johannes‘ persönliche Empfehlung

Als Abschlusstipp empfiehlt uns Johannes auch mal abseits der Seilbahnen in der puren Natur zu wandern. Da findet man erst richtig zu sich und kann voll entspannen. 

Wenn du Fragen zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast, kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

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Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 4: Havarie der Wakashio vor Mauritius mit Monika

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Mauritius ist ein beliebtes Fernreiseziel, doch das Bild des perfekten Urlaubsparadieses wurde von dem kürzlich vor der Küste des Inselstaates havarierten Frachtschiff „Wakashio“ getrübt. Die Nachricht über diese Katastrophe ging um die Welt.

Am 25. Juli 2020 lief das 300 Meter lange Frachtschiff aus Japan mit 4000 Kubikmetern Treibstoff an Bord auf einem Korallenriff vor der Südostküste von Mauritius auf Grund. Nachdem ein Tank gerissen war, strömten rund 1000 Tonnen Treibstoff in die Lagune vor Pointe d'Esny. Sperren wurden ausgelegt, aber die Verbreitung des Ölteppichs konnte nicht komplett verhindert werden. Das Öl verteilte sich auf eine Fläche von ca. 30 Quadratkilometern. Am 12. August 2020 gelang es einen Teil des Treibstoffs aus dem Tank des Schiffes zu pumpen. Am 15. August zerbrach das Schiff in zwei Teile. Am 19. August 2020 wurde damit begonnen den vorderen und größeren Teil des Schiffes wegzuschleppen. Am 21. August 2020 wurde der Teil 15 Kilometer von der ursprünglichen Unglücksstelle zu einer tieferen Stelle des Indischen Ozeans (rund 2000 Kilometer) gezogen und versenkt. Der andere Teil der Wakashio blieb nach wie vor in einem Meeresriff verkeilt. Dieser Teil soll bis November verschrottet werden.

Die Deutsche Monika Beumers nennt Mauritius ihre Heimat. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Hochzeitseventagentur vor Ort und plant einmalige Events vor Traumkulissen. Sie berichtet im Gespräch mit Simone über das Unglück aus der Sicht der Einwohner von Mauritius.

Monika erzählt uns vom Einsatz seitens der Bevölkerung, den sie miterlebt hat. Eine örtliche Umweltorganisation habe dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Sie habe innerhalb weniger Stunden tausende Einwohner dazu mobilisiert gemeinsam gegen die Ausbreitung des Ölteppichs anzugehen. Was erst als unkoordinierte Versuche mit Schaufeln und Eimern gegen das Öl anzukommen begann, entwickelte sich schnell zu einem organisierten Kampf gegen die trübe Brühe.  Alle Mauritianer packten gemeinsam an, um aus Gartennetzen, Zuckerrohrstroh und Plastikflaschen, welche mit Nylon zusammengenäht wurden, eine Barriere gegen die Verschmutzung zu bauen. Als die Nachricht sich verbreitete, dass ein Kilogramm Haare rund acht Liter Öl binden kann, war eine neue Initiative geboren. In provisorischen Zelten boten Friseure kostenlose Kurzhaarschnitte an, um die so dringend benötigten Haare zu sammeln. Die Haare wurden in sogenannte Haar-Bojen aus alten Nylonstrümpfen verpackt und dienten als Adsorptionsmittel für Rohöl, das Öl reichert sich also an der Oberfläche des Haares an. Laut Monika waren es also letztlich die Einwohner der Insel, die ihre Heimat vor Schlimmerem bewahrt haben.

Manch einer in Deutschland mag bei den vergangenen Medienerstattungen denken, die gesamte Insel sei nun von der Ölkatastrophe betroffen, doch Monika betont, es handelt sich bei dem havarierten Schiff um ein Frachtschiff, welches den geladenen Treibstoff einzig für den Eigenverbrauch benötigt hat. Nun ist es natürlich eine furchtbare Umweltkatastrophe, dass das Öl ausgelaufen ist, doch ist nur das Gebiet um die Lagune vor Pointe d'Esny und rund um Île aux Aigrettes, eine als Naturschutzgebiet deklarierte Insel, betroffen. Eine Naturschutzorganisation rettete alle auf der Insel lebenden Tiere und endemischen Pflanzenarten, aber traurigerweise wurde durch das Öl ein 12 km langer Küstenabschnitt, bestehend aus Mangroven, sprich wichtiger Lebensraum von Fischen, zerstört. Es wird noch Jahre dauern diesen Teil der Insel wieder herzustellen, aber Monika ist zuversichtlich. Die weißen, touristischen Strände in Blue Bay oder Bel Mare, wo sich die meisten der Hotels befinden, sind hingegen absolut verschont geblieben und traumhafter denn je.

Weiter berichtet Sie, dass aufgrund des vorherrschenden Südostpassat-Windes das verschmutzte Wasser in Richtung Nordosten, also auf das offene Meer getrieben wird, also besteht keine Gefahr, dass die Strände noch nachträglich betroffen sein könnten. Ein Urlauber dürfte so während seines Aufenthalts überhaupt nichts von dem Unglück mitbekommen. Die Touristik ist eine wichtige Einkommensquelle für die Insel und so hofft man ab November auf die Rückkehr der ersten Gäste. Das Wetter ist schon jetzt perfekt, schwärmt Monika. Mit 27 Grad sei es noch nicht zu heiß, aber doch angenehm sommerlich. Aufgrund der Lage der Insel begeistern Mauritius insbesondere in den europäischen Wintermonaten mit Top-Urlaubswetter und Traumstränden.

Sobald die Möglichkeit zur Reise auf die Insel wieder besteht, ist Mauritius auf jeden Fall einen Besuch wert!

Deine Simone

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Abgehoben der Reisepodcast - Folge 2: 1001 Geschichten über Marrakesch

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Die einstige Hauptstadt Marokkos im Zentrum des Landes ist bunt, quirlig, wunderschön und Wahlheimat der Deutschen Daniela Skopnik, langjähriger Freundin von mir und Geschäftsführerin des prächtigen Boutique Hotels Palais Aziza and Spa.

In Marrakesch überzeugt nicht nur das Klima mit ganzjährig meist trocknem, sonnig warmem Wetter. Die Stadt ist ein Erlebnis für alle Sinne, bei dem du in eine völlig fremde Welt eintauchst. Vor der Kulisse des verschneiten Atlasgebirges breitet sich Marrakesch wie eine Oase in der Wüste aus. Zwischen prunkvollen Palästen, Moscheen und den verwinkelten Gassen der Medina fühlst du dich in der Stadt mit seinen roten Gebäuden und Stadtmauern wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Den Kontrast dazu - die Neustadt Gueliz mit Luxushotels, Klubs und bekannten Markenläden.

Marrakesch gilt längst als die neue Metropole für Stars, Mode, Musik und Filmbusiness. Es gilt mittlerweile als St. Tropez des Orients, der schon viele Stars in seinen Bann gezogen hat, wie z.B. Robbie Williams, Hugh Grant und Penélope Cruz. Viele Stars haben sich dort schon einen Wohnsitz eingerichtet, um neue Kraft und Inspiration zu tanken, darunter gehören Jacques Chirac, Tony Blair, Angelina Jolie und Brad Pitt.

Für die Anreise aus Deutschland braucht ihr mit einem Direktflug gerade einmal vier Stunden. Marrakesch ist damit ein traumhaftes Ziel für eine Städtereise samt Kultur-, Shopping- und Entspannungsprogramm. Dank Danielas Tipps seid ihr auch perfekt gewappnet für die nächste Marrakesch-Reise!

Shoppingparadies

Daniela erzählt uns, Marrakesch sei ein absolutes Shopping-Paradies. Dabei müsse man als Reisender nicht einmal einen extra Koffer mitbringen. Die geschäftstüchtigen Marokkaner kümmern sich um den Versand in die Heimat. Einige Ihrer liebsten Adressen sind:

Die Boutique 33 Rue Majorelle, einer der beliebtesten Concept Stores in Marrakesch und ein One-Stop-Shop für marokkanische High-End-Mode, Deko und Accessoires einiger der besten Designer und Künstler des Landes.

Im Geschäft Lalla der Designerin Laetitia Trouillet trifft man auf Bohemian-Chic. Hier findet man wunderschöne Handtaschen und Geldbörsen, die vom Who-is-Who der marokkanischen und internationalen Gesellschaft getragen werden.

Stoffe, lebendige Muster und ungewöhnliche Farbkombinationen findet man in der Modeboutique von Designerin Isabelle Topolina. Topolina wirkt fast wie eine Kunstgalerie, in der einige spektakuläre Stücke ausgestellt sind, die das Talent und die Lebhaftigkeit der Designerin demonstrieren.

Andre Le Chapelier bringt den legendären Panamahut nach Marrakesch. Die Designs sind klassisch einfach, aber die Auswahl ist praktisch unbegrenzt, mit modernen Takes und funky Farben, die die Hüte zum Leben erwecken.

Die besten Lederslipper kriegt man bei Atika. Von traditionellen marokkanischen bis modernen Modellen.

Wer auf der Suche nach besonderen Deko- oder Einrichtungsstücken für daheim ist, wird garantiert im Geschäft Mustapha Blaoui fündig. Das Geschäft ist auf zeitgenössische ethnische Möbel und Innendekoration spezialisiert.

Soufiane Zarib ist weltweit bekannt für seine Teppiche mit ethnischen Mustern, die eine Ikone der lokalen Kultur darstellen.

Natürlich darf bei einer Shoppingtour auch der obligatorische Abstecher durch die Souks nicht fehlen.

Labyrinth der Gassen

Durch die Souks der Medina zu schlendern ist selbst für Shoppingmuffeln ein sehenswertes Spektakel. Durch die engen, verwinkelten Gassen der Souks weht ein unvergleichlicher Duftmix aus Gewürzen von den Kräuterhändlern, gemischt mit Geruch gegerbten Leders der Babouche, der traditionellen marokkanischen Schuhe, sowie frischem Zedernholz vor winzigen Schreinereien. Es riecht nach verbranntem Metall in den Schmieden, in denen Weißblech verarbeitet wird und natürlich nach Abgasen der unzähligen Mopeds, Roller und Mofas, die in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Menschenmenge schießen. Eine wahre Reizüberflutung für jeden Reisenden. Danielas Tipp: Lasst euch beim ersten Besuch der Medina von einem Guide führen. Dieser wird euch besondere Ecken wie die Quartiersbäckerei, das örtliche Hamam oder auch das jüdische Viertel. Beim nächsten Besuch in der Medina lässt man sich dann einfach treiben.

Alle Wege führen zum „Le Place“

Alle Wege führen zum Djamaa El Fna, dem Platz der Gehängten, auf dem spätestens mit Einbruch der Dämmerung das trubelige Nightlife Marrakeschs zum Leben erwacht. Wer sich doch mal verlaufen sollte, fragt die Einheimischen einfach nach dem „Le Place“. Der Platz ist einer der berühmtesten Orte der Stadt und des Landes. Einst hackten hier die Almoviden-Herrscher Verbrechern und Verrätern die Köpfe ab. Heute treffen sich hier Marrakchis, Marokkaner und Berber aus den umliegenden Regionen, um Schlangenbeschwörern, Feuerspuckern, Tänzern und Schaustellern zuzusehen und den Musikern, Wunderheilern und Geschichtenerzählern zu lauschen. Auch kulinarisch gibt es hier einiges zu probieren.  

Kulinarische Spezialitäten

Wer die Seele einer Stadt oder eines Landes wirklich kennen lernen will, der stürzt sich bevorzugt in die Esskultur. Diesbezüglich betört Marrakesch den Gaumen mit einer Vielzahl an farbenfrohen Gewürzen wie Safran, Kreuzkümmel, Koriander und Zimt, welche in schmackhaften Speisen wie Couscous und Tajine Verwendung finden.

Der Couscous in Marrakesch ähnelt dem uns bekannten nur marginal. Das Freitagsessen wird in einem marokkanischen Couscous-Topf (Couscousiere) gegart. Das ist ein riesiger Blechtopf, auf dem nochmals ein Topf steht, der Löcher im Boden hat. Im unteren Topf wird die Soße zubereitet und im oberen Teil wird der Couscous vom Dampf der Soße gedämpft. Dazu kommen verschiedene Gemüsesorten, Fleisch und karamellisierte Zwiebeln.

Tajin ist eine Art Eintopf aus Gemüse und Fleisch oder Fisch mit eingelegten Zitronen oder Pflaumen und gerne auch Nüssen, der im traditionellen Tontopf zubereitet wird. Ebenfalls probieren müsst ihr Danielas Favoriten Pastilla, ein kleines, rundes Küchlein aus Filoteig, gefüllt mit Fleisch oder Gemüse, welches mit Puderzucker und Zimt bestäubt gereicht wird.

Wenn ihr diese Gerichte mal in einem Restaurant probieren mögt, empfiehlt Daniela neben dem hauseigenen Restaurant Marolino des Palais Aziza and Spa das Al Fassia - ein Restaurant, in dem nur von Frauen gekocht wird. Oder aber eins der Riads, ein traditionelles marokkanisches Haus mit einem Innenhof mit Garten, wie das Maison Arabe oder Dar Yacout.

Des Weiteren empfiehlt sie das Gran Café de la Poste, ein französisches Bistro, welches, wie der Name verrät, mit einem pompösen Look wie in Paris zu den zwanziger Jahren besticht.

„Das besondere“, sagt sie, „ist, dass man in den Restaurants trotz der vielen Touristen in Marrakesch nur wenige in den Restaurants trifft und meist doch unter Einheimischen isst.“

Wer sich mal aus dem Stadttrubel zurückziehen möchte, der findet in Marrakesch und Umgebung einige Rückzugsorte.

Marokkanische Badekultur

Ein Besuch in einem marokkanischen Hamam gehört zum Pflichtprogramm jedes Reisenden. Dieser Wohlfühlort dient als Rückzugsraum, wo Du Dich abseits des hektischen Alltags entspannen und die marokkanische Badekultur hautnah erleben kannst. Ein Hamam ist ein öffentliches Badehaus und fester Bestandteil der marokkanischen Kultur. Das dort abgehaltene Baderitual dient zur Körperpflege, Reinigung, Entspannung aber auch zur Pflege sozialer Kontakte. Es wird von vielen Marokkanern einmal in der Woche und vor dem Besuch der Moschee durchgeführt. Wer es jedoch lieber etwas privater und luxuriöser mag, der sollte ein Hamam in einem der zahlreichen Hotels oder Riads besuchen. Während des Hamam-Besuchs durchläuft man mehrere Räume mit unterschiedlichen Temperaturen, wird mit einer schwarzen Olivenseife eingeschmiert und anschließend mit einem Loaferschwamm abgeschrubbt.

Garten Eden mitten in der Stadt

Inmitten der hektischen Großstadt Marrakesch befindet sich der vom französischen Künstler Louis Majorelle geplante und nach seinem Tod unter Aufsicht vom bekannten Modedesigner Yves Saint Laurent restaurierter Garten namens Jardin Majorelle. Der Garten, mit mehr als 300 verschiedenen Pflanzenarten von allen fünf Kontinenten, ist eine der wenigen Sehenswürdigkeiten von Marrakesch, die sich nicht in der Medina, sondern im Stadtteil Guéliz befindet.

Der Garten ist vor allem für sein Kobaltblau, auch bekannt als Majorelle-Blau, berühmt, das auf den französischen Maler Jacques Majorelle zurückgeht, der 1923 dieses kleine Paradies angelegt hat. In der markanten Farbe erstrahlen der Pavillon, die Wasserbecken sowie zahlreiche Pflanzenkübel, die die Wege säumen. Dieses Ensemble wird durch einen kräftigen Gelbton komplettiert und macht den Jardin Majorelle zu einer der meistfotografierten Attraktionen von Marrakesch. 1980 kauften Saint Laurent und Bergé den Garten. 1997 gründeten die beiden die Stiftung „The Majorelle Trust“, die sich fortan um den Erhalt der Anlage kümmerte. Im Garten verstreute Saint Laurents langjähriger Partner Pierre Bergé nach seinem Tod seine Asche und initiierte den Bau eines Denkmals gleich nebenan.

Das Denkmal von Yves Saint Laurent

Gleich neben dem Garten befindet sich das Yves Saint Laurent Museum. Als Yves Saint Laurent 1966 nach Marrakesch kommt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Die Farben, Düfte und Arabesken imponieren dem Modemacher so sehr, dass er sofort ein Haus kauft. Hier entdeckte er auch seine Liebe zu Farben.

Im Innern des monolithischen Backsteinbaus‘ überrascht ein dramatisches Ausstellungskonzept mit Referenzen an Theater und Bühne. In einer begehbaren Black Box lässt die Lichttechnik die Farben und Texturen von ikonischen Haute Couture Modellen Yves Saint Laurents erblühen.

Palast im Palmenhain

Das 5-Sterne Boutique Hotel Palais Aziza and Spa, in traditioneller marokkanischer Architektur, befindet sich im Beverly Hills von Marrakesch, einer der exklusivsten Regionen am Rande der Stadt, nur wenige Fahrminuten von der Medina, inmitten eines zwei Hektar großen, majestätischen Gartenareals aus Obst und Olivenbäumen, sowie duftenden Blumen.

Das Hotel bietet 28 nach marokkanischen Städten benannte Unterkünfte vom charmanten Superior Zimmer zu pompösen Villen mit eigenem Garten und Pool. Hier kann man sich nach einem aufregenden Tag im Stadtgetümmel am Pool ausruhen, dem Vogelgesang lauschen und kulinarisch verwöhnen lassen. Unter Berücksichtigung jedes Details wurde der Palast als Oase der Ruhe und des Rückzugs gestaltet, um sich aus dem hektischen Alltag zu lösen. Das Palais verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um seinen Gästen eine gelungene Auszeit für Körper, Geist und Seele zu ermöglichen. So kann man während seines Aufenthalts ein maßgeschneidertes Entgiftungsprogramm mit aromatisierten Wassern, Tees und Säften sowie leichter Kost durchlaufen, oder aber an Yoga-, Meditations- und Atemübungen teilnehmen, welche sich hervorragend durch entsprechende Spabehandlungen unter Verwendung von Verwöhnprodukten der Naturkosmetikmarke Ila komplementieren lassen.

Oder man entspannt sich am Pool, lauscht dem Vogelgesang und lässt sich mit dekadenten Speisen verwöhnen. Die Küche vereint marokkanische und internationale Kochkünste zu Hochgenüssen mit wechselndem Tagesmenü aus saisonalen und Biozutaten nach dem Farm-to-Table-Konzept. Jede Zutat kommt von befreundeten Biobauernhof-Betreibern aus der Region Domaine Sauvage.

All diesen Luxus können Gäste des Hauses mit gutem Gewissen genießen, denn im Hotel geht Luxus mit Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit einher. Dies fängt bereits beim Geschirr an, wie z.B. bei den grünen Gläsern, welche von lokalen Herstellern aus recycelten Bierflaschen kreiert und im Hotel genutzt werden.

Auf den Punkt gebracht, ist das Hotel eine Top-Adresse für Reisende, die zwar den Trubel der Stadt erleben möchten, aber gleichzeitig einen Rückzugsort suchen.

Zelt-Lodge mitten in der Agafay-Wüste

Wer auch mal abseits der pulsierenden Stadt etwas erleben möchte, dem empfiehlt Daniela einen Aufenthalt in der Ecolodge Terre des Etoiles. Diese eignet sich perfekt für einen Tagesausflug oder auch einen längeren Aufenthalt. Stilecht reist man dort hin mit den Marrakesch Insiders im Motorrad mit Beiwagen an. Die Steinwüste kann man per Quad, Fahrrad oder auch reitend erkunden. Das Mittagessen, zubereitet aus frischen Zutaten der eigenen Permakultur, genießt ihr im Schatten eines nomadischen Zeltes.

Was für eine aufregende Stadt, oder?

Wenn du Fragen zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

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Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 1: Tahiti´s unfruchtbare Mücken

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Allein der Klang des Namens erzeugt Bilder im Kopf: Nach Sonne, azurblauem Meer, Kokospalmen, einsamen Stränden, Überwasser-Bungalows, einer unbeschreiblich reichen Flora und Fauna. Die Inseln von Tahiti im südlichen Pazifik sind seit jeher ein Sehnsuchtsort und strahlen die Ruhe und Gelassenheit aus, die wir uns als gestresste Mitteleuropäer so sehr wünschen. Und dies alles sind keine Klischees, sondern ist hier pure Realität.

Die Inseln von Tahiti umfassen 118 polynesische Inseln, die in fünf Atolle aufgeteilt sind: die Gesellschaftsinseln, die Tuamotu-Inseln, die Marquesas, die Gambier- und die Austral-Inseln. Allein die räumliche Verteilung sprengt die Vorstellungskraft, denn die Inseln sind auf rund 5,5 Millionen Quadratkilometern zerstreut, wobei nur 3.500 Quadratkilometer, also die vierfache Fläche Berlins, überhaupt Landfläche ist. Mit 67 Inseln ist nur etwa die Hälfte der Trauminseln überhaupt bewohnt.

Das Wetter der Inseln ist ganzjährig angenehm mit Temperaturen um die 27°C und warmen Lagunen. Trotz geringer Temperaturunterschiede unterscheidet man zwei Jahreszeiten: die heiße, feuchtere von November bis März sowie die warme, trockenere von April bis Oktober.

Die mehrfach ausgezeichnete Reisejournalistin und freue Autorin Kiki Baron ist großer Fan der Inseln. Ihr erstes Mal zu Besuch in Tahiti war Kiki 1984 bei einer alten Schulfreundin. Seit damals war Sie bereits mehr als ein dutzendmal in dem Südseeparadies, hat alle fünf Atolle bereist und verrät uns aus erster Hand die besonderen Geheimtipps rund um die Destination. Und so erzählt uns Kiki von folgenden Erlebnissen und Highlights:

Hawaiki Nui Va'a: Das härteste Rennen der Welt

Die sonst verschlafend wirkende, kleine Insel Huahine wird jährlich (Oktober oder November, zu wechselnden Daten) zum Hawaiki Nui Va'a zum Hotspot und Anlaufstelle aller einigermaßen seetauglichen Boote in Französisch-Polynesien.  Im Minutentakt treffen Luxusyachten, große Katamarane, Segel- und sonstige Boote ein. Die Schiffe sind voller Menschen und doch herrscht gebannte Stille. Sie alle warten auf den Start des Hawaiki Nui Va'a: das wichtigste Sportevent Polynesiens und wahrscheinlich das härteste Bootsrennen der Welt.

Drei Tage lang dreht sich im Inselreich alles um die Va'as, große Auslegerkanus mit jeweils sechs Mann Besatzung. Teams aus alles Welt nehmen am Rennen teil. Insgesamt 129 Kilometer in drei Etappen gilt es beim Hawaiki Nui Va'a zu bewältigen. Das Rennen führt über die offene See von Huahine über die Inseln Raiatea und Taha'a nach Bora Bora. Es ist ein schier unmenschlicher Paddelmarathon unter der gleißenden Sonne der Südsee. 

Das Hawaiki Nui Va'a ist ein gigantisches Volksfest. Schon Wochen vor dem Rennen sind die Flüge von Tahiti und den anderen Inseln nach Huahine restlos ausgebucht. Gleiches gilt für die wenigen Hotels auf der Insel. Jeder möchte mit dabei sein, wenn die Va'as in See stechen. Das Rennen wird von seinen Fans von Insel zu Insel bis zum großen Finale auf Bora Bora begleitet. 

Heiva-Fest, Karneval von Tahiti

Beim Heiva-Fest in Französisch-Polynesien treten die besten Sänger, die laszivsten Tänzer und die stärksten Männer gegeneinander an. Das Spektakel galt früher als „Fest der Sünde“ und war lange verboten. Heute dauert das Festival voll Tanz, Gesang sowie sportlichen Wettkämpfen über zwei Monate an und ist DAS kulturelle Ereignis Französisch-Polynesiens.

Zunächst veranstaltet jede Insel ihr eigenes Heiva. In Wettkämpfen gilt es die besten Tänzer, Sänger und Sportler zu ermitteln. Das klingt ernster, als es ist. Die Kostüme sind bunt bis schrill und die Wettkämpfe teils kurios, z.B. Kokosnuss-Öffnen, Palmenklettern oder Steine-Heben. Viele Vorführungen dienen auch einfach nur der Unterhaltung und erzählen uralte Legenden der Vorfahren. Am Ende des Festivals treten die Gewinner gegeneinander an, die größten Partys finden natürlich auf der Hauptinsel Tahiti statt. Heiva ist eindeutig ein Event der Einheimischen, die viel Spaß an ihren eigenen Traditionen haben. Doch auch Reisende können sich der fröhlichen Ausgelassenheit und Lebensfreude nicht entziehen. Schnell haben sie als gerade noch außenstehende Beobachter eine Blumenkette um den Hals und sind Teil der Party. Feiern darf und soll hier jeder.

Aranui 5, Fracht-Kreuzfahrtschiff

Ein ganz besonderes Erlebnis bieten auch die Seereisen mit der Aranui 5. Das Schiff ist eine neue, speziell konstruierte Mischung aus einem Kreuzfahrt- und einem Frachtschiff. Sie steuert im Rahmen einer 14-tägigen Kreuzfahrt von Tahiti aus die Marquesas, Tuamotus und Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien an. Die Aranui 5 wurde so gebaut, dass sie den Komfort eines Kreuzfahrtschiffes bietet, aber gleichzeitig ihre Aufgabe als Versorgungsschiff erfüllen kann. Sie wird als kleines Schiff klassifiziert und verfügt über Kapazitäten für rund 254 Passagiere in 103 Kabinen. Die Crew besteht gänzlich aus Einheimischen, die auf Nachfrage hin gerne von ihrer Heimat erzählen oder bei einem Ausflug sogar ihre Lieblingsorte mit einem teilen.

Marquesas-Inseln, Irland mitten im Pazifik

Die schroffen, zerklüfteten und fast schon mystischen Marquesas-Inseln liegen fast am Ende der Welt. Die Inselgruppe der Marquesas liegt ca. 3,5 Flugstunden von Tahiti entfernt und ist Haltepunkt auf der Tour der Aranui 5. Die Inseln sind ein unberührtes Paradies für jeden Naturliebhaber. Nuku Hiva ist die größte Insel der Marquesas. An den stark zerklüfteten Küsten mit ihren Buchten, Kaps, Felsvorsprüngen und Klippen liegen die Dörfer in den Buchten versteckt. Nuku Hiva bietet eine Vielzahl an Ausflügen, die ihr von eurem Hotel aus unternehmen könnt, wie zum Beispiel archäologische Kultstätten, Täler mit eindrucksvollen Wasserfällen oder eine Fahrt auf die Nachbarinsel Ua Pou. Hiva Oa, eine weitere Insel der Marquesas, ist bekannt durch ihre wilde und ungebändigte Natur und insbesondere auch durch den Künstler Paul Gauguin. Nuku Hiva und Hiva Oa sind die einzigen Inseln der Marquesas, die für den Tourismus zugänglich sind und auf denen sich auch Hotels und kleine Pensionen befinden. 

Tuamotu-Inseln, einsame Strände und reges Treiben unter Wasser

Im vollen optischen Kontrast zu den Marquesas stehen die Tuamotu-Inseln. Nur eine Flugstunde von Tahiti oder Bora Bora entfernt, liegen die traumhaften Atolle der Tuamotu-Inselchen wie eine Kette aneinander gereiht. Jede dieser kleinen Inseln begeistert mit palmengesäumten Sandstränden und einer glitzernden Lagune, die sich um die kleinen Atolle schmiegt.

Auf den Tuamotu-Inseln hat man das Gefühl, dass die Zeit still steht. Hier läuft das Leben im Einklang mit dem Rhythmus der Wellen, es wirkt entschleunigend und erdend. Die Unterwasserwelt ist selbst für erfahrene Taucher einfach nur atemberaubend. Wer nicht Tauchen möchte, sollte auf jeden Fall Schnorcheln gehen. Schwärme voller Doktorfische, Napoleon-Lippfische, Ziegenfische, Mantarochen, gefleckte Rochen, verschiedene Hai-Arten, Schildkröten und unendlich viele andere bunte Rifffische tummeln sich in den Lagunen und schwimmen beim Strömungstauchen gern Seite an Seite mit den Menschen. Das als Weltnaturerbe klassifizierte Atoll Fakarava  ist besonders für seine Haidichte bekannt. Rangiroa - für seine blaue Lagune sowie für seine Pässe und Tikehau - für seine rosa schimmernden Strände. Robinson Crusoe Feeling pur ist auf unzähligen kleinen einsamen Motus  garantiert. Die Tuamotus bieten Hotels mit internationalem Standard sowie charmante, familiengeführte Pensionen.

The Brando, Luxusresort auf Tetiaroa

Bei Dreharbeiten in der Südsee für den Film "Meuterei auf der Bounty" lernten sich in den 1960er Jahren der US-amerikanische Schauspieler Marlon Brando und die polynesische Tänzerin Tarita Teriipaia kennen und lieben. Das Paar lebte mit seiner Familie so glücklich auf dem Atoll Tetiaroa, dass Brando es 1967 schließlich für 99 Jahre pachtete. Sein Traum war es eine Hotelanlage auf den Inseln zu errichten, die vor allem für Künstler und Intellektuelle zum Urlaubsparadies werden sollte. Dieser Traum erfüllte sich jedoch erst 10 Jahre nach seinem Tod, als 2014 das The Brando eröffnete, eine Luxusurlaubsoase für den internationalen Jetset und Trendsetter für Ökotourismus.

Das Resort zählt heute zu den umweltfreundlichsten Ferienanlagen der Welt. Strom liefern Sonnenkollektoren, Generatoren laufen mit Kokosnussöl, die Klimaanlage nutzt Energie aus der Meeresströmung und biologisch angebautes Obst und Gemüse kommen aus dem eigenen Garten.

Ökologischer Anspruch und Luxus widersprechen sich nicht zwangsläufig. Die Gäste sind begeistert von dem Konzept, das Wert auf Nachhaltigkeit und Naturschutz legt. Das hat seinen Preis. Eine Nacht in einer der 35 Villen mit Blick auf die türkisblaue Lagune kostet rund 3000 Euro. Pippa Middleton verbrachte hier die Flitterwochen und der ehemalige US-Präsident Barack Obama suchte im "The Brando" Entspannung und Inspiration für das Verfassen seiner Memoiren.

Gästehäuser und Pensionen, Urlaub mit familiärem Ambiente

Aber in Tahiti gibt es eben nicht nur Luxushotels. Von günstigeren Hotels, über Ferienwohnungen, Airbnb-Unterkünften oder auch Gästehäusern und familiengeführten Pensionen ist für jedes Budget was dabei. Das besondere an Gästehäusern ist die Möglichkeit seinen Urlaub selbst auf touristisch wenig erschlossenen Inseln zu verbringen und einen authentischen Eindruck des alltäglichen Insellebens zu bekommen. Die polynesische Gastfreundschaft und Lebensfreude sind wirklich legendär. Die Einheimischen sind sehr stolz auf ihre Inseln und teilen dies gerne mit Besuchern. Mit Blumenkränzen auf duftenden Tiare- Blüten wird jeder Gast empfangen und begrüßt. Oft folgt eine Darbietung aus polynesischem Gesang und Tanz. Natürlich kann man dies auch in den größeren Hotels erleben, aber nirgends ist der Austausch mit den Polynesiern so authentisch wie in einem Gästehaus. Es empfiehlt sich auf seiner Reise also auf jeden Fall verschiedene Unterkunftsarten zu kombinieren.

Polynesische Kulinarik

Auf den Inseln von Tahiti gedeiht bei fantastischem Wetter eine große Auswahl an Obst, Gemüse und Gewürzen, aus denen mit Fisch und Meeresfrüchten exotische Speisen zubereitet werden. Brotfrucht ‘uru, Kokosnuss, Dutzende von Bananensorten, darunter die orangene Kochbanane fe’i, verschiedene Wurzelgemüse wie taro, tarua, ufior oder ‘umara bilden die Basis der Inselküche. Sie werden kombiniert mit frischem Fisch aus der Lagune oder von hoher See, welcher von Barsch über mahi mahi bis zum Papageienfisch reicht.

Oft wird der Fisch roh gegessen, auch mit Limettensaft und Kokosmilch mariniert, wie im berühmten Rezept für „Poisson cru“.

Zu beachten ist, dass es außer auf Tahiti kaum Restaurants außerhalb der Hotelanlagen oder Pensionen gibt. Dies spiegelt sich natürlich auch in den Kosten wieder. Generell sind die Preise in Restaurants aber auch im Supermarkt höher. Ein Lokal, dass man sich nach Aussage von Kiki sparen kann ist das Bloody Mary´s auf Bora Bora. Das Essen sei zwar gut aber das Ambiente sei im Bora Bora Beach Club hingegen viel angenehmer.

Fortbewegung

Auf den größeren Inseln (Tahiti, Moorea, Bora Bora und Huahine) kann man sich natürlich ein Auto leihen oder auch per Anhalter fahren. Vor allem die Einheimischen halten gerne an oder man bittet seine Gastfamilie um eine Fahrt.  Bei manchen Unterkünften kann man günstig ein Rad mieten. Vor allem auf den kleineren Inseln ist das praktisch. Der Le Truc,  ein Lastwagenbus, verkehrt auf manchen Inseln. Doch der Fahrplan ist nicht so leicht zu durchschauen.

Auf der Blumeninsel Moorea gibt es genau eine Straße, die um die Insel fährt. Tatsächlich fährt darauf ein Bus seine Runden, anscheinend fährt dieser einfach dann, wenn die Fähre von/nach Tahiti fahrt. Da muss man selber ein bisschen kalkulieren, hoffen und warten. Taxis sind hingegen teurer.

Tahiti, unterschätze Vielfalt

Die Insel Tahiti wird oft unterschätzt und dient mit seinem internationalen Flughafen Fa‘a vielen nur als Zwischenstopp auf dem Weg nach Bora Bora und Co. Doch es empfiehlt sich auch hier genauer hinzusehen. Die Stadt Papeete mit 26.000 Einwohnern ist dabei nicht nur die Inselhauptstadt, sondern auch die Hauptstadt von ganz Französisch-Polynesien. Besonders empfohlen hat Kiki hier den Besuch der Markthalle im Zentrum der Stadt, in der ihr neben frischem Obst und Gemüse auch Souvenirs, Pflegeprodukte und viele weitere Schnäppchen ergattern könnt.

Ein kulinarisches Highlight sind die Roulottes, ein Foodtruck-Markt, der abends an der Promenade am Hafen am Place Vaiete stattfindet. Gegessen wird für wenig Geld auf Plastikstühlen vor den Wagen. Neben tahitianischen Gerichten gibt es auch Pizza, Asia-Food, Crêpes und mehr. Die Auswahl in diesem riesigen Freiluft-Restaurant ist groß und bis tief in die Nacht kommt man hier auch mit Tahitianern ins Gespräch.

Neben Papeete gibt es noch viele weitere sehenswerte Spots wie euch die Webseite von Tahiti Tourisme, dem Deutschen Fremdenverkehrsamt, verrät.

Wie Ihr seht ist diese Destination trotz ihrer Abgelegenheit auf jeden Fall eine Reise wert!

Wenn du Fragen zur Folge, Anregungen oder Kommentare hast kontaktiere mich gerne.

Deine Simone

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FotorechteTahiti Tourisme, The Brando, Stéphane Mailion

 
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