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Abgehoben-der Reisepodcast, Folge 3.6: Papua-Neuguinea – Ritual der Krokodilmänner

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Papua-Neuguinea ist der flächenmäßig drittgrößte Inselstaat der Welt. Er liegt im Pazifik nördlich von Australien, wird zum australischen Kontinent gerechnet und umfasst den Osten der Insel Neuguinea sowie mehrere vorgelagerte Inseln und Inselgruppen. Am schnellsten kommt ihr nach Papua-Neuguinea über Singapur, Hongkong oder Tokio. Der Flug von dort direkt nach Port Moresby mit der nationalen Fluglinie Air Niugini dauert ca. 6 - 6,5 Stunden.

Da die Insel bergig ist, mit wenig Straßen und vielen vorgelagerten Inseln, ist das beste Transportmittel das Flugzeug. Fähren gibt es auch, aber diese sind nicht so zuverlässig, wie wir es gewohnt sind.

Angekommen in Port Moresby, könnt ihr eine Nacht hier bleiben, um die Hauptstadt von Papua-Neuguinea kennenzulernen. Und vielleicht habt ihr noch Zeit das National Museeum zu besuchen, um euch mit der Kultur und den Traditionen vertraut zu machen.

Der nächste Stopp ist in der Region des östlichen Hochlandes, über 1.600 Meter hoch, Goroka, mit den Kaffee- und Teeplantagen. Hier ist es tropisch warm, nachts etwas kühler, eine Heizdecke könnte sehr nützlich sein und wird in den Unterkünften angeboten. Hier könnt ihr Wanderungen zu den Wasserfällen oder dem höchsten Berg von Papua-Neuguinea Mount Wilhelm mit 4.509 Metern, der nach einem Sohn von Otto Fürst von Bismarck genannt wurde, unternehmen. Die unzähligen Orchideen und rund 40 Paradiesvogel-Arten, das Wappentier von Papua-Neuguinea, lassen sich hier bewundern. Unterwegs erlebt ihr die verschiedenen Stämme Papua-Neuguineas, wie z. B. Asaro Mudmen, die für ihre Lehmmasken bekannt sind.

Auf Papua-Neuguinea leben ca. 700 bis 1000 Stämme mit jeweils eigener Sprache und Kultur.  Letztere spiegelt sich optisch unverkennbar in den Körperbemalungen und -schmuck oder der Kleidung. Am längsten Fluss von Papua-Neuguinea Sepik ist z.B. der auffällige Stamm der Krokodilmänner zu finden. Nebst der Krokodiljagd im Sumpf führen die Dorfbewohner eine dreiwöchige Zeremonie durch, bei welcher jungen Männern als Zeichen des Eintritts in die Erwachsenenwelt ein schuppenähnliches Muster in die Haut eingeschnitten wird. Die Vernarbung soll später wie eine Krokodilhaut aussehen. 

Unmöglich kann man während einer Reise alle Clans besuchen. Aber regelmäßig werden überregionale Festivals und Shows veranstaltet, zu denen häufig Tausende Teilnehmer aus zahlreichen Clans der näheren und weiteren Umgebung zusammenkommen, um gemeinsam zu tanzen. Ein absolutes Must-see!

Wir fahren die Küste entlang, an der nördlichen Provinz Madang. Die gleichnamige Hautstadt gehörte einmal zum deutschen Kolonialgebiet. Damals allerdings noch unter dem Namen Friedrich-Wilhelm-Hafen. Skurriles Überbleibsel aus dieser Zeit sind die gelb-rot bemalten Maggi-Gewürz-Häuser.

Für die Insel Neubritannien solltet ihr auch ein paar Tage einplanen. Hier stößt man in den Orten Rabaul und Kokopo ebenfalls auf deutsche Einflüsse und so findet man dort u.a. einen deutschen Friedhof. Besonders spannend sind aber die aktiven Vulkane in der Region, zu denen auch Wandertouren von mehreren Stunden oder Tagen angeboten werden. Außerdem erlebt ihr das Paradies mit türkisem Wasser und schwarzen Sandstränden zum Baden. Im Mittelpunkt stehen aber mehr das Tauchen und Schnorcheln in Papua-Neuguinea. Die bunte Artenvielfalt, Korallen, kleine und große Meerestiere, Seepferdchen sind nur wenige Highlights. Wer auf weiße Strände aus ist, dem empfiehlt sich ein Besuch das Lissenung Island Resort.

Wir reisen weiter zu den ursprünglichen Trobriand-Inseln, in denen die Einheimischen nochmal mehr ursprünglich Leben, eine Empfehlung für die Folgereise. Die Inseln sind geprägt von Regenwald, Korallenriffen und Höhlen. Hier bekommen Sie faszinierende Einblicke in die indigene Gesellschaft und alte Glaubenssysteme. Es gibt nur wenige Flugverbindungen und es dominieren einfache Gästehäuser. Generell gibt es in der Destination nur wenige Luxusresorts in Port Moresby, ansonsten begeistern die Unterkünfte über die Lage, z.B. im Dschungel oder Dorf.

Auf der Insel Neuirland könnt ihr die besonderen Malanggan-Schnitzereien bewundern. Diese unterscheiden sich sehr von den Schnitzereien Papua-Neuguineas. In unregelmäßigen Abständen finden große Malanggan-Zeremonien statt, die nach monatelangen oder auch jahrelangen Vorbereitungen abgehalten werden und mehrere Tage lang andauern können. Die Schnitzereien oder auch andere Handwerkskünste sind immer ein schönes Urlaubsmitbringsel.

Meikes Empfehlung ist es auf jeden Fall offen in den Austausch mit den Einheimischen zu kommen. Die Einheimischen mögen zunächst schüchtern wirken, sind aber alle freundlich und teilen gerne die eine oder andere skurrile Geschichte.

Preislich liegt eine Reise nach Papua-Neuguinea im oberen Segment. Da sollte man bei einer 14-tägigen Individualreise, während der verschiedene Regionen und ein Festival besucht wird, mit ca. 8.000 bis 10.000 EUR rechnen. Holt euch gerne genauere Informationen bei Meike (Pacific Travel House) ein.

Ich hoffe ihr habt nun genauso viel Fernweh wie ich.

Viel Spaß beim Reinhören!

Eure Simone

 

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Fotos: David Kirkland

 
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